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Nach Wahl: Italien drohen griechische Verhältnisse

Pier Luigi Bersani hat gute Chancen neuer Ministerpräsident zu werden.

Pier Luigi Bersani hat gute Chancen neuer Ministerpräsident zu werden.

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dpa

Rom/Brüssel -

Italien in Schockstarre: Nach der jüngsten Wahl steuert das südeuropäische Land auf die Unregierbarkeit zu. Die Sorge in Europa vor einer wochenlangen Hängepartie wächst – und die Märkte regieren nervös. Griechenland lässt grüßen.

Die gute Nachricht: Pier Luigi Bersani (61) und sein Mitte-Links-Bündnis haben im Abgeordnetenhaus eine knappe Mehrheit errungen. Bersani hat also gute Chancen neuer Ministerpräsident zu werden.

Doch das nutzt ihm unter Umständen wenig: Denn im Senat hat die Anti-Establishment-Bewegung des Komikers Beppe Grillo ein Viertel der Sitze errungen. Er lehnt jede Zusammenarbeit ab.

Und auch Silvio Berlusconi und sein konservatives Bündnis haben die Möglichkeit, Gesetzesvorhaben zu blockieren. Der Bunga-Bunga-Politiker hat im Wahlkampf einen harten Anti-Euro und Anti-Deutschland-Kurs gefahren.

In der EU ruhen die Hoffnungen jetzt auf Bersanis Geschick. „Wir sind zuversichtlich, dass es zu einer raschen Regierungsbildung kommt“, so ein Sprecher.