Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Welt sowie Neues vom Sport und der Welt der Promis.
  • auf Facebook
  • auf Twitter

Miguel Ángel Treviño Morales Berüchtigter Drogenboss „El Z-40“ gefasst

Miguel Ángel Treviño Morales ging den Behörden ins Netz.

Miguel Ángel Treviño Morales ging den Behörden ins Netz.

Foto:

AP/dpa Lizenz

Mexiko-Stadt -

Er ist gefasst! Miguel Ángel Treviño Morales (40), einer der von den mexikanischen und amerikanischen Behörden am meisten gesuchten Männer, ist am Montag von der mexikanischen Marine festgenommen worden.

Damit gelang neun Monate nach der Tötung vom „Zetas“-Boss Lazcano ein weiterer Erfolg im Kampf gegen das berüchtigte Drogenkartell. Der neue Bandenchef ging den Behörden in der Nähe der US-Grenze ins Netz. Das bestätigte die mexikanische Regierung.

Auf das Konto der Zetas gehen Dutzende Morde, unter anderem ein Massaker an 49 Menschen im Mai 2012. Er ließ seine Gegner enthaupten und verbrennen.

Der auch als „El Z-40“ bekannte Treviño Morales wurde in den frühen Morgenstunden im Nordosten Mexikos nahe der US-Grenze gestellt, teilte der Sprecher des Sicherheitskabinetts, Eduardo Sánchez, in einer eigens einberufenen Pressekonferenz mit.
Zusammen mit dem 40-jährigen Drogenboss seien in der Stadt Nuevo Laredo im Bundesstaat Tamaulipas zwei andere Bandenmitglieder festgenommen worden. Bei der Operation auf einer Landstraße um 3.45 Uhr Ortszeit seien keine Schüsse gefallen.

5 Millionen Dollar Kopfgeld

Nach dem Tod von Heriberto Lazcano bei einem Militäreinsatz im Oktober 2012 hatte Treviño Morales die Führung des brutalen Drogenkartells übernommen. Auf die Ergreifung von Treviño Morales hatten Mexiko und die USA bis zu fünf Millionen Dollar ausgesetzt.

Im Gegensatz zu den Zetas-Gründungsmitgliedern war Treviño Morales kein früherer Militärangehöriger. Im wird unter anderem der organisierten Kriminalität, des Totschlags, des Drogenhandels und der Geldwäsche beschuldigt, sagte Sánchez. Die Festnahme ist der erste große Erfolg gegen die organisierte Kriminalität in den sieben Monaten Amtszeit von Präsident Enrique Peña Nieto.

Mexikos schlimmste Drogenbosse

Die in den 90er Jahren als bewaffneten Arm des berüchtigten Golfkartells gegründeten Los Zetas sind nicht nur im Drogenhandel aktiv, sie erpressen auch Migranten auf deren Weg in die USA. Außerdem verlangen sie Schutzgelder von Kasinos, Restaurants, Hotels und Nachtbars. 2010 trennten sie sich vom Golfkartell und wurden zur selbstständigen Organisation.

Mittlerweile hat die Bande ihren Einfluss über den gesamten Osten Mexikos bis nach Guatemala und in andere Länder Mittelamerikas ausgedehnt. Los Zetas gelten als eine der blutrünstigen kriminellen Organisationen.

Im März 2009 veröffentlichte die Regierung von Präsident Felipe Calderón eine Liste mit den 37 meistgesuchten kriminellen Bossen Mexikos. Die meisten wurden bereits festgenommen oder in Operationen der Sicherheitskräfte getötet.
Der wichtigste Drogenboss auf der Flucht ist Joaquín „El Chapo“ Guzmán, einer der Anführer des Sinaloa-Kartells. Guzmán gelang im Jahr 2001 die Flucht aus einem Hochsicherheitsgefängnis während der Amtszeit von Präsident Vicente Fox.