Peking - Die Internet-Apotheke Doc Morris sorgt derzeit für Aufregung. Denn der Pharma-Versandhändler macht gerade Werbung für Kondome. Das ist ja eigentlich nichts Verwerfliches. Allerdings macht er dabei einige zweifelhafte Gestalten zu seinen Werbe-Ikonen.
In einer Szene schwimmt ein Spermium mit Hitler-Gesicht - erkennbar an Schnurrbart und Seitenscheitel. Außerdem ist noch Osama bin Laden mit Turban und Bart zu sehen.
Was das soll? Die Werbebotschaft soll in etwas so klingen: "Kondome verhindern Hitler schon im Spermium-Stadium."
Das findet aber nicht jeder lustig. Vor allem der gemeine Chinese nicht, denn neben Hitler und Osama ist in der Werbung auch Mao Tse-tungs als Spermium zu sehen.
Dass der Gründer der Volksrepublik China dabei in eine Reihe mit Hitler und dem Terroristenanführer Bin Laden gestellt wird als Mensch, dessen Zeugung durch Kondome besser hätte verhindert werden sollen, brachte zahlreiche Chinesen auf. Die chinesische "Volkszeitung" widmete dem Thema auf ihrer Website eine ganze Seite mit zornigen Nutzer-Kommentaren.
Laut der "Global Times" übersandte die Düsseldorfer Werbeagentur Grey Worldwide dem chinesischen Konsulat in China ein Entschuldigungsschreiben.
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