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In Niedersachsen: Göring-Eckardt: „Ab Sonntag regieren die Grünen mit“

Grüne Spitzenkandidatin: Katrin Göring-Eckardt

Grüne Spitzenkandidatin: Katrin Göring-Eckardt

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dpa

Berlin -

Die Grünen-Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl, Katrin Göring-Eckardt (46), über schlaflose Nächte und Möglichkeiten ihrer Partei.

Haben Sie seit Ihrer Wahl schon schlaflose Nächte verbracht?

Göring-Eckardt: Nein, seitdem schlafe ich ruhiger. Vor dem Ergebnis der Urwahl war ich schon aufgeregt.

Sie machen sich also keine Sorgen über die Verfassung Ihres Wunschkoalitionspartners SPD?

Es kommt vor allem auf starke Grüne an – das ist meine Verantwortung.

Viele sagen Ihnen nach, Sie würden auch mit der CDU koalieren...

Das ist Unsinn, denn das passt inhaltlich schlicht nicht zusammen. Man muss in der CDU lange suchen, um Köpfe zu finden, die soziale und ökologische Konzepte zusammendenken – was für uns entscheidend ist.

Sie hätten ja viele Möglichkeiten mitzuregieren, z. B. in einer „Ampel“…

Ich sehe die FDP nicht mehr im Bundestag. Sie ist zu einem reinen Lobbyismusverein geworden. Herr Rösler hat gesagt, er könne sich die EU ohne Griechenland vorstellen. Ich kann mir den Bundestag gut ohne die FDP vorstellen.

Sie betonen die Unterschiede zu Schwarz-Gelb. Dafür geben sich die Grünen aber ziemlich staatstragend – z. B. beim Mali-Einsatz.

Ja, wir sind staatstragend. Weil wir bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Auch in der Außenpolitik. Die logistische Unterstützung, die die Bundeswehr in Mali leistet, ist richtig.

Was würden die Grünen in einer Regierung als Erstes anpacken?

Gewinnt Rot-Grün in Niedersachsen, könnten wir über eine Mehrheit im Bundesrat sofort etwas machen – wir regieren dann praktisch mit! Wir wollen dann den Mindestlohn einführen. Auch muss bei der Energiewende dringend angepackt werden…

…die Energiewende macht Angst, weil sie den Strompreis erhöht…

Nicht die Energiewende macht den Strom teuer. Das ist eine Kampagne. Das Problem sind die Befreiungen bestimmter Betriebe von der Öko-Umlage.