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Fast 45 Prozent Zuwachs: Salafisten in Deutschland auf dem Vormarsch

Auf dem Vormarsch: Die Salafistenszene in Deutschland ist um über 30 Prozent gewachsen. (Hier ein Foto von Anhängern des radikal-islamischen Predigers Pierre Vogel.)

Auf dem Vormarsch: Die Salafistenszene in Deutschland ist um über 30 Prozent gewachsen. (Hier ein Foto von Anhängern des radikal-islamischen Predigers Pierre Vogel.)

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dpa

Die Zahl der Salafisten in Deutschland ist nach Angaben des Bundesamts für Verfassungsschutz in den vergangenen zwei Jahren von 3800 auf 5500 Anhänger gestiegen. Das ist ein Zuwachs von fast 45 Prozent über einen Zeitraum von zwei Jahren.

Diese Zahlen gibt Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen in der Samstagsausgabe der „Westfalenpost“ bekannt. Salafisten sind laut einer Analyse des Verfassungsschutzes gefährlich. Ihr Gedankengut böte den "Nährboden für eine islamistische Radikalisierung". Zudem riefen sie häufig zu Terrorismus und Gewaltakten auf.

Sie verstehen sich als die einzig wahre Gemeinschaft der Gläubigen, da ihrer Auffassung nach nur sie den Islam, wie Gott ihn vorgeschrieben hat, leben. Daher zählen auch alle nicht-salafistischen Muslime zu den Ungläubigen.

Besonders Nordrhein Westfalen ist betroffen

Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es mittlerweile rund 1500 radikalislamische Salafisten, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) der Zeitung. Dies sei eine Zunahme von 50 Prozent innerhalb nur eines Jahres.

Zudem ist auch die Zahl derer angestiegen, die als Kämpfer ins Ausland gehen. Vor allem Syrien sei ein beliebtes Ziel. Jäger gab zu bedenken, dass solche Islamisten nach ihrer Rückkehr maßgeblich zur Radikalisierung der salafistischen Szene beitragen können. „Deshalb haben Polizei und Verfassungsschutz die Rückkehrer besonders im Visier.“