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EU-Verordnung: Ab 17. November gibt’s nur noch ZIEHgaretten

Brand-Stopp-Zigarette: An zwei Stellen ist ihre Papierhülle verstärkt.

Brand-Stopp-Zigarette: An zwei Stellen ist ihre Papierhülle verstärkt.

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dapd

München -

Da staunt der Raucher und der Nichtraucher wundert sich: Neuerdings gehen die Zigaretten ständig von selbst aus. Grund für das schnelle Qualm-Ende ist eine EU-Verordnung, die ab 17. November den Brand-Stopp von der Tabakindustrie verlangt – und davon profitieren letztlich alle.

Nur, wenn der Raucher am Glimmstängel zieht, qualmt’s. Legt er ihn aber mal kurz ab, geht die „Zieh“garette aus – anstatt wie sonst im Aschenbecher weiter zu qualmen oder irgendwo Löcher reinzubrennen.

Verminderte Zündstärke

Und dazu wurde die Tabakindustrie per EU-Verordnung gezwungen: Ab 17. November 2011 dürfen nur noch Zigaretten mit verminderter Zündstärke auf den Markt gebracht werden.

Weil jedoch der Produktionsaufwand sehr hoch ist, sind diese neuen Zigaretten mit dem eingebauten Brandschutz bereits im Handel. Damit will die EU 500 bis 700 Brandtote pro Jahr verhindern. Schließlich haben weggeworfene oder vergessene Glimmstängel schon oft verheerende Brände ausgelöst. In den USA gibt’s diese Brandstopp-Stängel schon längst. Sie haben sich bewährt, die Zahl der Brände ist gesunken.

Kartoffelstärke stoppt Glut

Das Geheimnis der Zigarette mit geringem Zündpotenzial steckt in Veränderungen an der Papierhülle. Sie ist an zwei Stellen verstärkt, dort wird die Glut gestoppt. „Dabei handelt es sich um eine Beschichtung aus Kartoffelstärke am Papier, damit die Sauerstoffzufuhr an der Zigarette unterbunden wird und sie ausgeht“, erklärte Johann Lettenmair von der Tiroler Papierfabrik, die das Spezialpapier produziert. Teurer sollen diese „Zieh“garetten nicht werden!