Es könnte das Ende eines umstrittenen Trends sein: Bleibt der Vollbart in Mode oder zeigt der Mann nun wieder Haut? Wie auch immer man sich entscheidet, sagt ein vierfacher Bartweltmeister, die Gesichtspartie muss gepflegt aussehen.
Ben Affleck hat nach seinem Oscar-Gewinn seinen Vollbart abrasiert und auch andere Männer lassen Haar. Das Gerücht auf der Straße lautet: Der Hipsterbart ist out. Der modebewusste Mann muss sich nun entscheiden, ob er dem Trend folgt und sich rasiert oder das Gesichtshaar weiter sprießen lässt. Doch egal, ob glatt geschoren oder voll behaart - gepflegt soll die Partie um Kinn, Mund und Wangen aussehen. So geht das:
Der Vollbart kommt ab:
Nachdem sie lange von den Haaren von äußeren Einflüssen geschützt war, ist die Haut unter dem Bart nun empfindlich. „Die Haut wird sich weich anfühlen und nicht so gegerbt sein wie an anderen Stellen“, sagt Jürgen Burkhardt, vierfacher Bartweltmeister und Präsident des Bartclubs „Belle Moustache“ aus Stuttgart. Um Rötungen und Pusteln zu vermeiden, muss die lange geschonte Partie daher stärker auf das Rasieren als üblich vorbereitet werden. Gut seien etwa warme Kompressen.
Wichtig ist aber vor allem die Pflege danach: „Die Haut sollte gut eingecremt werden“, rät Burkhardt. Sie brauche nun extra Nährstoffe und an warmen Tagen einen hohen Sonnenschutz. Wer rasiert, sollte auch darauf achten, dass dies vor einem Urlaub in sonnigen Gefilden oder vor dem deutschen Sommer geschieht. Sonst bleibt von dem haarigen Trend eine weiße Hautfläche zur Erinnerung im Gesicht zurück.
Der Vollbart darf bleiben:
Jeden Morgen sollte man das Gesichtshaar durchkämmen, sagt Burkhardt. „Der Bart sieht viel gepflegter aus, wenn alle Haare in eine Richtung zeigen.“ Der Experte rät zu einer speziellen Bartbürste mit Naturborsten. Diese ist kleiner als eine normale Haarbürste. Der Bart sollte alle zwei bis drei Tage mit einem milden Shampoo gewaschen werden. Außerdem wird er bei der täglichen Gesichtsreinigung oder unter der Dusche bedacht.
Der Vollbart sollte nicht wild wachsen, sondern stets perfekt in Form sein. „Die Kante sollte über das Kinn gehen, damit der Bart eine schöne Form hat“, erläutert Burkhardt. Je nach Geschmack könne die Kante über, am oder unter dem Kehlkopf liegen. Der Bart sollte aber nicht mit dem Brusthaar zusammenwachsen - „das sieht einfach nicht gut aus“, findet Burkhardt. Um die Lippen braucht der Vollbart ebenfalls eine klare Kante. Die Haare sollten immer gleich lang sein und daher regelmäßig mit einer speziellen Bartschere getrimmt werden. Ihre abgerundeten Klingen sollen vermeiden, dass man sich schneidet. Langhaarrasierer seien häufig zu ungenau, sagt der Clubpräsident.
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