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Gartenexperte: Pflanzen trotzen dem „Märzwinter“ locker

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Krokusse sind Frühblüher und trotzen auch dem Schneemärz.
Krokusse sind Frühblüher und trotzen auch dem "Schneemärz".
Foto: Frédérique Viala

Für den Menschen wäre es eine sehr kalte Decke, aber Pflanzen tut der Schnee gut. Denn die weiße Schicht schützt sie vor dem Erfrieren wie eine wärmende Wolldecke den Menschen, erläutert Robert Markley, Geschäftsführer des Verbandes der Gartenbaumschulen in Haan (Nordrhein-Westfalen). „Eigentlich haben wir somit Glück im Unglück mit diesem Wintereinbruch im März“, so der Gartenexperte im Gespräch mit dem dpa-Themendienst.

Denn legt sich Schnee auf den Boden, isoliert er diesen vor zu niedrigen Temperaturen, die die Erde sonst durchdringen und die Wurzeln der Pflanzen erfrieren lassen. Den Pflanzen passiere in der Regel somit nicht viel unter der weißen Decke - „selbst wenn wir im März eine Woche lang sechs oder sieben Grad minus haben“, sagt Markley. Das gelte auch für die frühblühenden Krokusse oder Tulpen, die sich bereits durch die Erde schieben. Anders wäre das, wenn der sogenannte „Märzwinter“ mit tiefen Minusgraden ohne Flocken den Frühling ausbremsen würde.

Allerdings könne es nicht schaden, den Winterschutz der Pflanzen nach den kalten Monaten zu überprüfen und auszubessern, rät Markley. In Folien könnten Löcher entstanden sein. Oder womöglich hat das Reisig, das zum Abdecken verwendet wurde, seine Nadeln verloren.

Kümmern könne man sich auch um Frühblüher in Töpfen und Kästen. „Wer die Möglichkeit hat, sollte sie in eine Garage stellen“, sagte Markley. Oder sie kommen für die kalten Tage in eine windstille Ecke an einer Hauswand. Dort seien sie vor Ostwinden und Minusgraden geschützt, die die Erde im Topf leichter durchfrieren als den Boden.

Wer noch Restmaterial von den Wintervorbereitungen zu Hause hat, kann die Pflanzen im Topf damit einpacken - „das schadet sicher nicht, Schutz ist immer sinnvoll“, sagte Markley. Sackleinen und Jute kommen um das Gefäß, Styroporplatten unter den Topf und Reisig bedeckt die Sprösslinge. „Aber in der Regel sind die frühblühenden Pflanzen hart im Nehmen“, erklärte der Gartenexperte. „Es geht hier nur darum, dass der harte Frost nicht auf die lebenden Blattzellen trifft.“

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