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So berichtete EXPRESS über Bedrohung in der Altstadt.
Foto: EXPRESS

Düsseldorf - Die Angst geht um

Altstadt-Randale – OSD fordert Waffen!

Von GÜNTHER CLASSEN und ARNO GEHRING
Angstmeile Altstadt. Nachdem EXPRESS aufgedeckt hatte, dass sich immer mehr Polizisten vor Krawallmachern fürchten, melden sich jetzt auch verängstigte Mitarbeiter des Ordnungs- und Servicedienstes (OSD).
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Sie fordern aufgrund der zunehmenden Aggression bestimmter Altstadtbesucher: „Gebt uns endlich eine Waffe, wenigstens einen Schlagstock!“

In einem Brief an den EXPRESS beklagen sich OSD-Mitarbeiter, im Volksmund Stadt-Sheriffs, dass sie in ihrem Bemühen um Ordnung von der Stadt, der Amts- und Abteilungsleitung und dem Rat im Stich gelassen werden.

Ein OSD-Mitarbeiter, der aus Angst vor Ärger nicht genannt werden will: „Wir nehmen immer mehr Aufgaben der Stadt wahr. Das ist auch gut so. Aber wir lassen uns dafür beleidigen und bespucken, müssen schwere Schlägereien schlichten, kommen dadurch immer wieder in höchst gefährliche Situationen.“

Noch nicht einmal Schutzwesten oder Helme wären für die abendlichen Einsätze in der Altstadt vorhanden. Die einzige „Waffe“ des Dienstes sei ein Reizsprühgerät.

Der Mitarbeiter: „Da kann man ja nicht ernsthaft von Schutz sprechen. Dabei sind wir nach dem Gesetz sogar befugt, Waffen oder Schlagstöcke zu tragen. Das räumt der Gesetzgeber der Ordnungsbehörde ein. Wir fragen uns: Warum werden wir damit nicht ausgestattet? So wie unsere Kollegen in Frankfurt am Main es bereits sind.“

Günter Karen-Jungen, Fraktionsvorsitzender der Grünen, ist strikt gegen eine Bewaffnung des OSD: „Das kommt überhaupt nicht in Frage. Das Gewaltmonopol hat die Polizei, und dabei soll es auch bleiben.“

Geschützt will Karen-Jungen den Ordnungsdienst schon sehen: „Aber auf keinen Fall durch eine Bewaffnung. Wenn die Zustände wirklich so schlimm sind, müssen eben mehr Polizeikräfte eingesetzt werden. Wir sind schließlich eine Großstadt. Ich werde das bei der Sitzung des Polizeibeirats in der nächsten Woche ansprechen.“

Kurz und knapp die Reaktion von Ordnungsdezernent Werner Leonhardt: „Der Ordnungs- und Servicedienst war nie Polizei und wird auch nie Polizei werden.“ Im Klartext: Es gibt keine Waffen.