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Zweiter Testtag: Hamilton im Reifenstapel – Stotterstart von Mercedes dauert an

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Lewis Hamilton setzte seinen Silberpfeil beim ersten Test direkt in den Reifenstapel.
Lewis Hamilton setzte seinen Silberpfeil beim ersten Test direkt in den Reifenstapel.
Foto: Getty Images
Jerez –  

Mercedes stottert dem Saisonstart entgegen. Auch am 2. Testtag in Jerez kommt das neuformierte Team nicht auf Touren. Nach dem Feuer-Unfall von Nico Rosberg (27) bei der Jungfernfahrt bohrt Lewis Hamilton (28) den Silberpfeil bei seinem ersten Ausritt in die Reifenstapel.

Das Heck verbrannt, der Frontflügel abgerissen – das „Schnabeltier“ (Spottname des F1W04 wegen der breiten Schnauze) hat noch Kinderkrankheiten. Ein Kurzschluss im Kabelstrang verwandelt Rosberg in eine „Silberfackel“, ein Druckabfall in den hinteren Bremsen führt nach 15 Runden zum Hamilton-Crash. Das Auto ist so beschädigt, dass auch der zweite Testtag sehr frühzeitig abgebrochen werden muss.

Pikant: Alles vor den Augen von Niki Lauda (63), der seit gestern Teamchef Ross Brawn (58) auf die Finger schaut. Der Aufsichtsrat hatte Hamilton verpflichtet und Michael Schumacher (44) in Rente geschickt.

„Du darfst dich von solchen Tagen nicht runterziehen lassen und musst nach vorne schauen“, sagt Hamilton, der dem Crash noch etwas Positives abgewinnt: „Ich bin am Leben.“

Rosberg, der am Donnerstag wieder ins (reparierte) Auto steigt, ärgert die fehlende Testzeit. Wegen des Feuers ist er aber nicht beunruhigt: „Als wir die Ursache gefunden hatten, wurde entschieden, die entsprechenden Teile zu modifizieren, um sicherzustellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert.“

Die Techniker um Bob Bell (54) nimmt er in Schutz: „Zu Beginn der Wintertestfahrten kommt es häufig vor, dass kleinere Probleme auftreten, denn die Autos sind brandneu.“ Im wahrsten Sinne des Wortes!

Heiß ist auch Sebastian Vettel (25) auf seine erste Fahrt heute im Red Bull RB9: „Es wird wichtig sein, gleich mit dem richtigen Fuß aufzustehen, stark anzufangen und gleich ein gutes Gefühl für die Reifen zu bekommen, weil das die wichtigste Änderung sein wird.“

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