Die Vaterlandsliebe von Promis – sie erkaltet leider schnell, wenn’s um Steuern geht. Frankreich zürnt gerade Schauspieler Gérard Depardieu (64), der vor der Reichen-Steuer nach Belgien flüchtete.
Auch viele Deutsche haben ein flaues Gefühl, wenn die Formel-1-Stars Michael Schumacher (43) und Sebastian Vettel (25) beim Race of Champions in Bangkok für Deutschland siegen und Sportlerwahlen gewinnen, aber als Steuerflüchtlinge in der Schweiz leben.
Wie viele andere Renn- und Radsportler wie Tony Martin (27) und André Greipel (30, s. unten) leben Schumi und Vettel weitgehend steuerbefreit auf der anderen Seite der Grenze – fast alle schick am See (Bodensee, Genfer See, Zürichsee).
Schumi bezog im Herbst 2008 eine 55-Zimmer-Traumvilla in Gland und lockte dieses Jahr auch noch seinen Kerpener Kart-Kumpel Peter Kaiser (43) mit Familie in die Schweiz.
Vettel, der von 26 Nachrichtenagenturen zu Europas Sportler des Jahres gewählt wurde, kaufte 2009 den ehemaligen Bauernhof „Neumüli“ in Ellighausen (Kanton Thurgau), wo er mit Freundin Hanna lebt. Vettel sagt: „Die Steuern sind aber nicht das entscheidende Kriterium.“
Sie alle profitierten in ihrer Karriere von der Ausbildung und Infrastruktur in Deutschland, zahlen aber nur minimal Steuern: für Merchandising-Verkäufe, Werbeauftritte und beim Deutschland-GP. Dieter Ondracek, Chef der Steuergewerkschaft: „Herr Schumacher entzieht sich – wie viele Prominente – der deutschen Steuerpflicht. Das ist immer ein Ärgernis für die Bevölkerung.“
Dass es auch anders geht, zeigt sein Ferrari-Nachfolger Fernando Alonso (31). Auch der Spanier lebte viele Jahre in der Schweiz: erst in Chateau-d'Oex am Genfer See und zuletzt in Lugano im Tessin. Doch jetzt zog Alonso zurück in seine nordspanische Heimatstadt Oviedo, baute sich in den Hügeln ein Haus im andalusischen Stil.
Mit seiner russischen Freundin Dasha Kapustina (22) zeigt er sich öfters in seiner Stamm-Bodega „Riojana“. Alonso: „Wieder in Oviedo zu leben, bedeutet mir viel. Der Großteil meiner Familie und Freunde wohnen nach wie vor in und um Oviedo.“ Und jetzt zahlt der berühmteste Sohn der Stadt dort auch wieder Steuern.
Schumi schließt eine Rückkehr aus: „Die Schweiz ist unsere neue Heimat. Hier können wir uns frei bewegen.“ Trotzdem droht er mit Wegzug in eine andere Steueroase, sollte die umstrittene Pauschalbesteuerung per Bürgerentscheid wegfallen: „Wenn sich aus irgendwelchen Gründen die Dinge verändern, gibt es auch andere Plätze in der Welt, wo ich mir einen Wohnsitz vorstellen könnte.“
Schumi und Co. gelten in der Schweiz als erwerbslose Ausländer – es wird nur eine Pauschalsteuer fällig: das Fünffache der Jahresmiete.
Bei Schumis 55-Zimmer-Villa in Gland sind das geschätzte 1,65 Millionen Euro pro Jahr. Peanuts im Vergleich zum deutschen Spitzensteuersatz (42%), der 10,5 Millionen seines auf 25 Millionen Euro taxierten Jahreseinkommens schlucken würde.
Anklage erhoben: Formel-1-Ära Ecclestone vor dem Ende!
Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung lauten die Vorwürfe Anstiftung zur Untreue und Bestechung. Die Formel 1 könnte schon bald einen neuen Herrscher haben.
Rosberg will in Monaco D-Zug spielen
Nico Rosberg nimmt die Reifenprobleme mit Humor. „Im Qualifying sind wir gut, deshalb werden wir da wahrscheinlich weit vorne sein. Und dann wieder den D-Zug hinter mir halten.“
Gummi-Ärger und Hochzeitsgerüchte
Als „Griff ins Klo“ titulierte Sebastian Vettel die neuen Pirelli-Reifen nach seiner Barcelona-Niederlage gegen Fernando Alonso. Dem Weltmeister stinken die Brösel-Gummis gewaltig. Und nicht nur die!