Schumis Ex-Kollege Jos Verstappen (39) sitzt wegen versuchten Totschlags in Haft. Weil er seine Ex-Freundin (24) mit dem Auto angefahren haben soll!
Der Tiefpunkt einer Reihe von Ausrastern des heißblütigen Holländers, der allerdings in der Formel 1 nur ein Hinterherfahrer war und 2003 nach zwei verzweifelten Comebacks keinen Vertrag mehr bekam.
Sportlich blieb er lediglich als einer von Schumis Helfern im Gedächtnis. Zehn Teamkollegen demütigte der Rekordmeister in 20 Jahren Formel 1, bis ihn Nico Rosberg (26) bei Mercedes entzauberte.
Was wurde aus den anderen? Klar: Sein langjähriger Ferrari-Helfer Rubens Barrichello (39) hofft auf eine weitere Saison bei Williams und Felipe Massa (30) bekommt noch ein Jahr bei Ferrari das Gnadenbrot. Einige andere sind ebenfalls noch im Fahrerlager, manche dagegen komplett abgetaucht. Wir decken auf: Das machen Schumis Schattenmänner heute.
Johnny Herbert (47)
Der Brite ersetzte Verstappen 1994 in den letzten beiden Rennen, durfte 1995 neben Schumi zweimal siegen, wurde aber dennoch zu Sauber abgeschoben. Nach drei Jahren ging er zu Stewart, das zu Jaguar wurde, wo seine Karriere endete. Er wurde 2005 Teammanager bei Jordan, aus dem Midland und Spyker wurde. Der nächste Besitzer, der Inder Vijay Mallya, gab ihm keinen Vertrag mehr. Herbert fuhr in der britischen Tourenwagenserie BTCC (2009), der italienischen Superstars-Serie (2010) und beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring in einem VW Golf 24 (2011).
Eddie Irvine (46)
Der Nordire hielt sich bei Ferrari vier Jahre neben Schumi und wurde 1999 nach dessen Beinverletzung fast Weltmeister. Danach der Wechsel zum erfolglosen Jaguar-Team, wo Irvine als bestbezahlter Ford-Mitarbeiter Vorstandsboss Bill Ford Jr. beim Blick auf den 15-Millionen-Lohnzettel zu dem Ausspruch trieb: „Who the fuck is Edmund Irvine?“ Dem Playboy war’s wurscht, er kassierte drei Jahre lang fürs Hinterherfahren und baute sich damit ein Immobilien-Imperium auf. Heute ist er für seine Schumi-Attacken berüchtigt: „Sein Comeback war ein Fehler.“ Aber selbst Irvine gibt zu: „Michael war ein grandioser Fahrer.“
JJ Lehto (45)
Der Nächste bitte. Der Fine war noch chancenloser und wurde nach nur acht Rennen gegen Verstappen ausgetauscht – mit einem Punkt! Danach fuhr Lehto in der DTM (für Opel) und gewann zweimal Le Mans (zuletzt 2005 im Audi). Seit 2001 arbeitete er für das finnische Fernsehen als Formel-1-Experte. Bis zur Tragödie am 17. Juni 2010: Lehto fuhr betrunken ein Speedboot an einen Brückenpfeiler, wobei ein Freund getötet wurde. Dafür verurteilte ihn ein Gericht zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und vier Monaten.
Riccardo Patrese (57)
Auch den 1993 von Williams gekommenen, damals erfahrendsten Piloten schickte Schumi bei Benetton in Rente: mit am Ende 256 Grand Prix. Danach fuhr Patrese Tourenwagen, Le Mans und ist heute Honda-Markenbotschafter. Als solcher sorgte er 2008 für einen YouTube-Klassiker, in dem er seine nichtsahnende Frau Francesca in einem Civic Type-R über den Jerez Circuit chauffiert – im Renntempo selbstverständlich!
Martin Brundle (62)
Den Briten brach Schumi bei Benetton dann 1992 (53:38 Punkte). „Er hatte schon damals dieses scheinbar grenzenlose Selbstbewusstsein, das dich als Stallgefährten mental beerdigen kann“, erinnert sich Brundle. Danach fuhr er im Ligier und Jordan nur noch hinterher, trat 1996 zurück und verdingt sich seit Jahren als BBC-Experte. Als solcher kritisiert er Schumis Comeback: „Seine Manöver sind fragwürdig. Er weiß nicht, wann es Zeit ist, aufzugeben.“
Nelson Piquet (59)
Der dreimalige Weltmeister wurde 1991 vom Jungspund aus Kerpen bei Benetton in Rente geschickt: „Sein Siegeswille war enorm, dem hat er alles untergeordnet. Aber das war sowieso mein letztes Jahr, ich hatte genug.“ Danach verdiente er sich mit Lkw-Ortungsgeräten in Amerika eine goldene Nase und unterstützte die Karriere seines Sohnes Nelsinho. Nach dessen von Flavio Briatore fingierten Crash in Singapur und späterer Entlassung schwärzte er den Teamchef bei der FIA an – und Briatore wurde verbannt.
Andrea de Cesaris (62)
Den Routinier schockte er gleich bei seinem Debüt 1991 im Jordan: „Michael hatte die Strecke in Spa noch nie mit einem Rennwagen erkundet, und in der zweiten Runde ließ er das Gaspedal in der Eau Rouge unten. Ich konnte es nicht fassen.“ Drei Jahre später war für den Italiener nach 208 Grand Prix Schluss: ohne Sieg! Er entsagte dem Rennzirkus völlig und arbeitet heute in Rom und Monte Carlo als Devisenhändler.
Formel Lotto! Kann denn wirklich jeder gewinnen?
Nächste Ziehung in Monaco. Aber nur Nieten für Schumi! Titelverteidiger Sebastian Vettel führt die WM zwar an. Aber nur noch punktgleich mit Ferrari-Star Fernando Alonso, der sein Glück kaum fassen kann.
Explosion! Feuer in der Williams-Box
Nach dem Sieg von Pastor Maldonado beim Formel-1-Rennen in Barcelona ist in der Box seines Williams-Teams ein Feuer ausgebrochen. Es gab Verletzte.
Schumi macht nach Crash den Vettel
Schon wieder ein Auffahrunfall des Altmeisters. Doch anstatt einen Fehler einzusehen, beschimpfte Schumi den gerammten Bruno Senna. Dafür gab es von der FIA im Anschluss eine bittere Strafe.