Empfehlen | Drucken | Kontakt03.03.2010 - 12:19 Uhr

Teamsterben in der Formel 1: USF1 zieht zurück - Campos auch?

Rückzug: USF1-Teamchef Ken Anderson will mit seinem Team erst 2011 in der Formel 1 starten.
Rückzug: USF1-Teamchef Ken Anderson will mit seinem Team erst 2011 in der Formel 1 starten.
Foto: AP
München/Charlotte –  

Game over noch vor der Premiere:

Das amerikanische Formel-1-Projekt USF1 hat seine Arbeit am neuen Auto eingestellt und will sein Debüt auf 2011 verschieben.

Beim Automobilweltverband FIA laufe eine entsprechende Anfrage, sagte Teamchef Ken Anderson am Mittwoch auf der Homepage des Fachmagazins „autosport“.

„Wir warten auf eine Antwort der FIA und arbeiten mit ihr zusammen. In der Zwischenzeit gibt es für die Angestellten nichts zu tun. Wir haben ihnen daher gesagt, die Arbeiten am neuen Auto einzustellen, bis wir eine Entscheidung haben“, so Anderson.

Damit trat nicht mal zwei Wochen vor dem Auftaktrennen in Bahrain ein, was Experten schon lange voraussagten. Ob das US-Team von der FIA einen Aufschub gewährt bekommt, erscheint äußerst fraglich. Bis dato hat der Rennstall mit Sitz in Charlotte kein fertiges Auto.

Der einzige Fahrer, José Maria Lopez aus Argentinien, will Medienberichten zufolge seinen Vertrag auflösen. Seit Wochen und Monaten halten sich Gerüchte um finanzielle Engpässe der Amis, die einen von insgesamt vier neuen Rennställen (USF1, Campos, Lotus und Virgin) formieren wollten.

Fraglich ist, ob der spanische Rennstall Campos, der neuerdings als HRT F1 (Hispanic Racing Team) antritt, noch auf Touren kommt. Bislang hat das Team - mit FIA-Lizenz für 2010 ausgestattet - in Bruno Senna lediglich einen Fahrer.

Und HRT musste wie USF1 die offiziellen Testfahrten im vergangenen Monat tatenlos verstreichen lassen. Teamchef Colin Kolles versicherte allerdings, dass hinter den Kulissen mit „unglaublichem“ Einsatz daran gearbeitet werde, am 14. März in Bahrain antreten zu können.

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