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Sieglos-Serie geht weiter: Vettel-Finger ab ins Museum

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Ab ins Museum! Die neue Vettel-Wachsfigur steht demnächst bei „Madame Tussauds“ in Berlin.
Ab ins Museum! Die neue Vettel-Wachsfigur steht demnächst bei „Madame Tussauds“ in Berlin.
 Foto: dpa
Hockenheim –  

Alonso baut mit dem dritten Saisonsieg seine WM-Führung vor Mark Webber (nur 8.) und Vettel auf 34 bzw. 44 Punkte aus. Der Weltmeister bleibt im fünften Heimrennen, im Monat Juli und im sechsten Rennen in Folge weiter sieglos.

Ja muss der Vettel-Finger etwa schon ins Museum? Sinnbildlich wurde seine neue Wachsfigur fürs Berliner „Madame Tussauds“ aus dem Fahrerlager gerollt.

„Ich bin nicht wirklich glücklich. Der Start war nicht sehr gut, ich musste mich heftig gegen Michael wehren“, sagt Vettel, der das erste richtige Duell gegen sein Vorbild Schumi gewann und sich danach schnell absetzte.

Doch gegen Alonso war er chancenlos. Vettel: „Fernando war unheimlich stark, vor allem auf den Geraden. Ich habe gekämpft wie ein Löwe, hatte leider nicht genug Speed.“

Fernando Alonso vorne, hinten kämpft Sebastian Vettel mit Michael Schumacher.
Fernando Alonso vorne, hinten kämpft Sebastian Vettel mit Michael Schumacher.
 Foto: dpa

Vettel hat zwei Probleme: Er macht Fehler im Qualifying, kann die Rennen nicht mehr von der Pole gewinnen. Und von hinten fehlt seiner Abbey der Topspeed, um die Führenden auf den langen Geraden ausbeschleunigen zu können.

Da nützt das Supertempo in den Kurven durch den umstrittenen Aerodynamik-Trick mit dem angeblasenen Diffusor nichts. Deshalb hatte Vettel zunächst sogar ein Startverbot gedroht.

Dafür bestraften ihn die Rennkommissare für sein Überholmanöver in der vorletzten Runde gegen Button. Vettels Ausrede ließen sie nicht gelten: „Ich wollte ihm innen Platz lassen und einen Kontakt verhindern. Dabei bin ich etwas weit rausgetragen worden.“

Auch das zweite Manöver mit einem McLaren hat ein Nachspiel. In der 35. Runde überholte ihn der wegen eines frühen Reifenschadens überrundete Lewis Hamilton. Vettel motzt: „Das war dumm, die Führenden zu stören. Dadurch habe ich meinen Platz an Jenson verloren.“
Während der Weltmeister dem Heimsieg hinterher trauert („Ich probiere es nächstes Jahr wieder. Irgendwann muss es ja klappen“), ist Alonso zu Scherzen aufgelegt: „Eigentlich sollte man ja die Politik weglassen, aber es ist schon witzig: Ein Spanier gewinnt in Deutschland in einem italienischen Auto, gebaut von einem Griechen.“ Und dann noch mit einer russischen Freundin. Mit Dasha Kapustina schwebt er auf Wolke sieben.

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