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Sieger Ekström disqualifiziert: „Lächerlich!“ DTM-Fans sauer nach Wasserflaschen-Eklat

Hier kippt Ekströms Vater Wasser in die Hose des Rennfahrers.
Hier kippt Ekströms Vater Wasser in die Hose des Rennfahrers.
Foto: Screenshot YouTube
Nürnberg/Köln –  

Eine ominöse Wasserflasche, eine umstrittene Disqualifikation und jede Menge Häme: Die DTM hat sich am Wochenende nicht gerade von seiner besten Seite gezeigt. Die Umstände der Disqualifikation des vermeintlichen Siegers Mattias Ekström (Audi) beim Rennen am Norisring sorgte bei vielen Beobachtern für Kopfschütteln.

Ex-Formel-1-Pilot Timo Glock machte aus seiner Meinung keinen Hehl. „Wenn die DTM nicht aufpasst“, sagte Glock im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com, „fängt man an, sich lächerlich zu machen.“

„Lächerlich“, „ein Witz“, „eine Farce“ - auf der Facebook-Seite der DTM entlädt sich seit Sonntagabend teils heftige Wut der Fans über die Entscheidung. Auch, weil die Rennkontrolleure fast sechs Stunden tagen mussten, um diese zu fällen.

Bei der Siegerehrung machte Ekström noch glücklich die Fontäne. Später kosteten ihn ein paar Tropfen Wasser den Sieg.
Bei der Siegerehrung machte Ekström noch glücklich die Fontäne. Später kosteten ihn ein paar Tropfen Wasser den Sieg.
Foto: Bongarts/Getty Images

Was war passiert? Ekströms Vater und ein Teammitglied hatten den Schweden beim gemeinsamen Jubel mit Wasser übergossen, gleich, nachdem er sein Auto verlassen hatte. Was banal scheint an einem heißen Sommertag, ist im Parc ferme ein Regelbruch, denn das Gewicht von Fahrer und Auto darf vor dem Wiegen nicht verändert werden. Robert Wickens (Kanada) rückte von Platz zwei auf und ist nun der Sieger.

Audi legt Berufung ein

Doch Audi will sich noch nicht geschlagen geben und geht gegen das Urteil vor. „Das Audi Sport Team Abt Sportsline hat am Sonntagabend fristgerecht Berufung gegen die Entscheidung der Sportkommissare angekündigt. Wir haben nun bis Donnerstag Zeit, die Berufung schriftlich zu begründen“, erklärte Audi-Sprecher Jürgen Pippig am Montag. „Deshalb bitten wir um Verständnis, dass wir wegen des schwebenden Verfahrens keine weitere Stellungnahme abgeben möchten.“

Wann es nun zu einer Verhandlung kommt, ist noch unklar, die Entscheidung trifft der Deutsche Motorsport-Bund (DMSB). Ob bis zum nächsten Rennen in Moskau (4. August) Klarheit herrscht, darf bezweifelt werden.

Aus PR-Sicht sind dieser Schwebezustand und das negative Echo für die DTM in jedem Fall Tiefschläge. „Die eine oder andere Regel“, sagt etwa Timo Glock, „ist schon etwas merkwürdig in meinen Augen. Das macht keinen professionellen Eindruck. Und gibt auch kein gutes Bild ab für die Fans.“

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