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Seppi im Big Apple: Vettel prüft die neue New-York-Piste

Von
Sebastian Vettel
Sebastian Vettel
 Foto: dpa
New York –  

Schaffst du es hier, schaffst du es überall! Sebastian Vettel (24) allein in New York – und der Hesse kommt in Big Apple ganz groß raus.

Nach dem Kanada-GP jettet der Formel-1-Weltmeister nach New York, wo er in einem Infiniti IPL G Coupe die neue Strecke für die Saison 2013 testet. Und am Abend wagt er sich noch in die „Late Show“ von David Letterman. Vettel verzaubert die Talk-Ikone und das Publikum mit seinem Bubi-Charme und sorgt für einen nicht jugendfreien Lacher.

Race-Fan Letterman will von Vettel wissen, wie er die Piste auf New Yorks „Schäl Sick“ (im New-Jersey-Stadtteil Weehawken) findet. „Sie sieht sehr schnell und interessant aus. Da brauchst du dicke Eier, um zu gewinnen. So was lieben wir“, antwortetet Vettel grinsend. Die Zuschauer lachen, Letterman prustet: „Oh, Boy. Ich bin froh, dass du nicht bei Oprah Winfrey sitzt.“ Man würde zu gerne wissen, wie seine scharfzüngige CBS-Kollegin auf Vettels Eier-Spruch reagiert hätte.

Sebastian Vettel in New York.
Sebastian Vettel in New York.
 Foto: dpa

Aber solche Auftritte braucht es, um die Formel 1 in den USA wieder interessant zu machen. Nach dem Indy-Skandal von 2005 (wegen platzender Michelin-Reifen nur sechs Autos am Start) war zwei Jahre später dort das letzte Rennen – und Vettel gab mit 19 Jahren sein Debüt: als jüngster Fahrer aller Zeiten in den Punkten (Rang 8).

In dieser Saison gibt es einen neuen US-Grand-Prix: das vorletzte Rennen am 18. November in Austin/Texas. „Ich verstehe nicht, warum es in Austin ist und nicht in Indianapolis“, sagt Letterman und bietet Vettel einen Deal an: „Pass auf, ihr baut ein Extra-Auto für das Oval und integriert Indy wieder in die Formel 1. Sag das Bernie Ecclestone.“ Vettel schlagfertig: „Mach’ ich gerne, und du besorgst das Geld dafür.“

Vettel macht Super-Werbung für die Formel 1 und sich selbst. Denn dass er in Nordamerika ein Nobody ist, erfuhr er am Zoll in Montreal: „Der Zöllner fragte mich, was ich in Kanada vorhabe. Ich sagte: Ich bin bei der Formel 1. Da fragte er: Oh, haben Sie einen guten Platz?“

Aachener baut Straßenkurs
 Foto: Getty

Den Straßenkurs baut der Aachener Architekt Hermann Tilke. Vettels Urteil: „Monaco ist viel enger, hier erwarten wir richtig Tempo. Es erinnert mich ein bisschen an Spa: Viele Höhenunterschiede, herausfordernde Kurven und Bodenwellen. Aber das gehört zu so einer Strecke dazu.“

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Doch Vettels grandioser Sieg in Ungarn hat auch Ecclestone mächtig beeindruckt. „Es gibt nicht viele Fahrer, die nicht in Panik verfallen, wenn die Rivalen immer näher kommen. Vettel gehört dazu.“

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