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Nach verpasstem Titel: Ferrari-Boss attackiert Schumi

Luca di Montezemolo hetzt nun gegen Michael Schumacher
Luca di Montezemolo hetzt nun gegen Michael Schumacher
 Foto: dpa
Maranello –  

Bei Ferrari sitzt der Frust nach dem verpassten Formel 1-Titel immer noch tief. Und die Roten machen nun einen ihrer früheren Helden für die verpasste Weltmeisterschaft verantwortlich. Denn Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo (65) schimpfte nun auf Michael Schumacher (43), der einst für die Italiener fünf Titel nach Hause fuhr.

Michael Schumacher (r.) gratuliert Sebastian Vettel zum dritten Titel.
Michael Schumacher (r.) gratuliert Sebastian Vettel zum dritten Titel.
 Foto: dpa

„Ich hätte von Michael Schumacher ein anderes letztes Rennen erwartet“, gab di Montezemolo in der Gazzetta dello Sport zu und beklagte mangelnde Schützenhilfe des Rekordweltmeisters: „Ich sage das mit einer gewissen Bitterkeit, weil es einen Piloten betrifft, der Ferrari wunderbare Momente beschert hat und dem wir sehr verbunden sind.“

Der Kerpener hatte in São Paulo Sebastian Vettel (25) im Kampf mit Fernando Alonso (31) um die WM-Krone bei einer Überholaktion freie Fahrt gewährt und sich nicht gewehrt. So landete der Red Bull-Pilot auf Platz sechs, der ihm für seinen Vett-Trick reichte.

Doch nicht nur Schumacher bekam sein Fett weg, sondern auch F1-Chef Bernie Ecclestone. Di Montezemolo sprach dem 82-Jährigen die Eignung für seine Führungsposition ab. „Man muss Respekt vor sehr alten Menschen haben, vor allem, wenn sie ihre Worte nicht mehr kontrollieren können.

Das Alter ist mit gewissen Ämtern und Verantwortungen leider oft unverträglich.“ Ferrari hatte nach dem Saisonfinale die Untersuchung einer Szene verlangt, in der Vettel während einer Gelbphase Jean-Eric Vergne überholt haben soll. Ecclestone hatte die Italiener im Anschluss scharf kritisiert. Derartige Unterstellungen seien ein Witz, sagte Ecclestone.

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Doch Vettels grandioser Sieg in Ungarn hat auch Ecclestone mächtig beeindruckt. „Es gibt nicht viele Fahrer, die nicht in Panik verfallen, wenn die Rivalen immer näher kommen. Vettel gehört dazu.“

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