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Nach de-Villota-Schicksal: Susie Wolff: „Ich muss zeigen, was ich kann“

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Susie Wolff ist geschockt über die schweren Verletzungen von Maria de Villota will aber für Williams testen.
Susie Wolff ist geschockt über die schweren Verletzungen von Maria de Villota will aber für Williams testen.
 Foto: William
Köln –  

Das Schicksal von Formel-1-Testfahrerin Maria de Villota (32) beschäftigt auch vier Tage vor dem Deutschland-GP in Hockenheim die Szene. Laut ihres Marussia-Teams war es kein technischer Defekt, der sie ihr rechtes Auge kostete – sprich: Es war wohl ein Fahrfehler.

Die spanische Formel-1-Testfahrerin Maria De Villota verlor bei dem Unfall ihr rechtes Auge.
Die spanische Formel-1-Testfahrerin Maria De Villota verlor bei dem Unfall ihr rechtes Auge.
 Foto: dpa

Das heizt die Diskussion um den Einsatz von unerfahrenen Testpiloten, die aus PR-Zwecken in die komplizierten Boliden gesetzt werden, an. Besonders im Fokus: Williams-Testpilotin Susie Wolff (29). Die Schottin soll im Oktober einen Test fahren.

Uns erklärt die DTM-Fahrerin ihre Leidenschaft. „Mir wurde schlecht, als ich von Marias Unfall gehört habe. Ich war schockiert“, gesteht Wolff, dass ihr das traurige Schicksal ihrer Kollegin nahegeht. Die Spanierin liegt nach zwei Schädel-OPs weiter in einem Hospital in Cambridge. Wolff: „Ich wünsche ihr alles Gute, sie ist eine so Nette.“

Aber das Drama kann sie nicht von ihren Formel-1-Plänen abhalten. „Für mich geht es bei dem Test im Oktober darum zu sehen, wie nahe ich an das Niveau herankommen kann, das sie von einem Topfahrer erwarten“, sagt Wolff.

Sie wehrt sich gegen den Eindruck, es sei ein PR-Gag, der auf Druck ihres Mannes „Toto“ (ein Williams-Teilhaber) zustande kam: „Toto ist zwar mein Ehemann und größter Unterstützer, aber auch mein größter Kritiker. Er sagte, er sei selbst nicht sicher, ob er mich in einem Formel-1-Auto sehen möchte.“

Bei einem Geradeaus-Test am 26. Juni in Barcelona zerstreute Susie letzte Zweifel. „Ich habe das Glück, dass ich sehr gut darin bin, geradeaus zu fahren“, scherzt sie. Aber bei so einem Test verunglückte de Villota auf dem Duxford Airfield, als sie sich bei der Anfahrt zu den Mechanikern offenbar am Lenkrad verdrückte und vom Anti-Stall-System ihres Marussia mit Tempo 50 in die offene Laderampe eines Team-Lkw beschleunigt wurde.

Doch Wolff verdrängt Spekulationen und vertraut ihren Fähigkeiten: „Ich muss ihnen zeigen, was ich kann, besonders Frank Williams. Frank würde niemals jemanden in sein Auto lassen, von dem er denkt, dass er keine Chance verdient.“

Träumt sie auch von einem Renneinsatz? „Nein, das ist momentan völlig unrealistisch. Wenn es gut läuft, werde ich mehr Gelegenheiten erhalten, im Auto zu sitzen. Aber ich denke, innerhalb der nächsten zehn Jahre wird eine Frau Rennen fahren.“

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