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Moto GP: Grandioser Bradl fährt fast aufs Podium

Bradl legt sich mit seiner Honda geschmeidig in die Kurve.
Bradl legt sich mit seiner Honda geschmeidig in die Kurve.
Foto: dapd
Mugello –  

Stefan Bradl wurde auf Schultern durch die Boxengasse getragen und in Sekt gebadet, als er für das nächste Glanzlicht seiner jungen MotoGP-Karriere gesorgt hatte. „Es ist ein fantastisches Ergebnis“, sagte Rookie Bradl nach seinem vierten Platz beim Großen Preis von Italien in Mugello.

Der 22-Jährige ärgerte sich kein bisschen über den knapp verpassten Sprung aufs Podium. Pünktlich zum Heimrennen seines LCR-Honda-Teams holte Bradl die beste Platzierung seit seinem Aufstieg in die Königsklasse des Motorradsports. In der ersten Hälfte der Saison hat der Neuling die Erwartungen weit übertroffen. Dass Bradl schon jetzt in der MotoGP so weit vorne mitfährt, kommt selbst für seinen Vater Helmut überraschend. „Das habe ich so früh nicht erwartet“, sagte der frühere Vize-Weltmeister unmittelbar nach dem Rennen: „Er hat seine Runden abgespult wie ein Uhrwerk. Top, absolute Spitzenklasse.“

Bradl junior hat als WM-Siebter 75 Punkte auf dem Konto und damit schon nach neun Rennen mehr als der bislang einzige deutsche MotoGP-Pilot Alex Hofmann in seinem besten Jahr (65). Doch Bradl will mehr: „Wenn man nah dran ist, dann will man auch da hochsteigen. Wenn wir optimal aufgestellt sind, ist ein Podium möglich.“

Der Sieg in Mugello ging an den spanischen WM-Spitzenreiter Jorge Lorenzo (Yamaha), der vor seinem Landsmann Dani Pedrosa (Honda) und dem Italiener Andrea Dovizioso (Yamaha) gewann. Lorenzo führt im Klassement mit 185 Punkten vor Pedrosa (166) und Weltmeister Casey Stoner aus Australien (Honda/148), der nur Achter wurde.

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