Empfehlen | Drucken | Kontakt30.04.2010 - 20:56 Uhr

Barcode erhitzt die Gemüter: Macht Ferrari heimlich Tabakwerbung?

Foto: AP
London –  

Nur eine besondere Lackierung oder Schleichwerbung? Ferrari steht plötzlich am Pranger.

Britische Ärzte sind in Rage: Der italienische Rennstall platziere unterschwellige Werbung in der Formel 1, vermuten sie.

Auch auf den Anzügen der Fahrer prangt der Barcode.
Auch auf den Anzügen der Fahrer prangt der Barcode.
Foto: AP

Aufreger ist besonders der weiße Barcode. Im Logo, auf den Rennwagen, den Overalls und Helmen der Fahrer ist er zu erkennen. Der Barcode erinnere eindeutig an eine Packung Marlboro-Zigaretten, so der Vorwurf.

"Der Barcode sieht aus wie die untere Hälfte einer Packung Marlboro-Zigaretten", wirft John Britton, Mitglied des britischen Royal College of Physicians Ferrari Schleichwerbung vor.

Ein Sprecher des Rates der europäischen Gesundheitsminister sagte der Londoner "Times", dass die britische und spanische Regierung aufgefordert wurden, den möglichen Tatbestand der Schleichwerbung zu untersuchen.

Ferrari ist seit dem Tabakwerbeverbot 2006 der einzige Rennstall der Formel 1, der trotzdem Geld von einem Zigarettenherstellers bekommt. Im offiziellen Namen des Teams wird "Marlboro" genannt: "Scuderia Ferrari Marlboro". Der Hersteller der Marke Marlboro, Philip Morris, hat einen üppigen Werbevertrag mit Ferrari bis Ende 2011 geschlossen.

Ferrari hat zu den Vorwürfen inzwischen eine Pressemitteilung veröffentlicht, die alle Vorwürfe zurückweist. Rot sei die Farbe von Ferrari und nicht die der Werbepartner.

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