Empfehlen | Drucken | Kontakt08.02.2010 - 12:10 Uhr

Haizahn & Co.: EXPRESS erklärt Schumis Aberglauben

Von OLIVER REUTER
Drei Schumi-Glücksbringer auf einmal: das Sonnen-Amulett am Hals und zwei Ferrari-Armbänder, die er auch nach seinem Abschied von Ferrari weiterträgt.
Drei Schumi-Glücksbringer auf einmal: das Sonnen-Amulett am Hals und zwei Ferrari-Armbänder, die er auch nach seinem Abschied von Ferrari weiterträgt.
Foto: dpa/dpaweb
Köln –  

Schumis Haizahn-Attacke auf die jungen Wilden, trotz der ersten Panne seines Silberpfeils in Valencia zeigten sich Fernando Alonso und Co. von den Fahrleistungen des 41-Jährigen beim ersten Test beeindruckt.

Ex-Weltmeister Lewis Hamilton respektvoll: „Michael ist immer noch verdammt schnell.“

Schumi ist wieder da – und mit ihm der Glaube, wieder der Beste sein zu können: „Ich war schneller wieder im Rhythmus, ich hatte weniger Umstellungsprobleme, alles lief sehr gut. Jetzt habe ich ein gutes Gefühl für die Saison, die vor uns liegt.“ Trotz der drei Test-Niederlagen gegen seine Ex-Liebe Ferrari.

Woher nimmt er diese Kraft? Eine gehörige Portion Ehrgeiz, Erfahrung aus 91 GP-Siegen und natürlich seine Glücksbringer wie der Haizahn aus seinem ersten Ferrari-Jahr 1996, den er in Valencia wieder trug.

Man sieht: Liebgewonnene Rituale und Utensilien behält er auch beim Comeback bei, auch wenn er nach 14 Jahren in Rot zu Silber wechselte.

EXPRESS erklärt Schumis Aberglauben
Foto: Reuter

Seine Glücksbürste: Alles begann mit einem Foto. Seit seinem Formel-1-Debüt 1991 hatte der Kerpener bei jedem Rennen ein Foto seiner Frau Corinna in der Tasche, später auch Fotos seiner Kinder Gina-Maria und Mick (heute 12 und 10). Er fühlte ihre Nähe, er fühlte sich unschlagbar.

Dann kam die Kinderbürste. Es war in der Schicksalssaison 2000, als er nach vier Ferrari-Jahren ohne Titel seinen Aberglauben offenbarte. Die rosa Kinderbürste von Gina-Maria als Glücksbringer hatte für ihn etwas Magisches: „Am Nürburgring habe ich damit gewonnen. In Monte Carlo war die Bürste dann nicht dabei, und ich bin rausgeflogen.“ Nach Montreal ließ er sie sich sogar per Luftpost schicken. Schumi glaubt dran: „Wenn ich mich eine halbe Stunde vorm Rennen noch einmal im Motorhome hinlege, dann habe ich sie immer ganz nah bei mir.“

Sein Powernapping: Wie früher vor jedem Rennen, gönnte er sich auch beim Drei-Tage-Test in Valencia im Riesen-Camper von Bruder Ralf sein 30-Minuten-Nickerchen vor der nächsten Testfahrt.

Sein Helm: Der Schuberth-Kopfschutz RF1.8 soll auch in der neuesten Version rot bleiben, nur oranger als zu Ferrari-Zeiten.

Foto: dpa/dpaweb

Sein Wappentier: Den Drachen, den er sich erstmals vor der Shanghai-Premiere 2004 mit seinem Namen in chinesischen Schriftzeichen auf seinen Helm sprühen ließ, trägt er auch auf seiner Silber-Kappe und als Silber-Amulett.

Foto: dpa

Sein Kreuzlilien-Amulett: Das alt-gotische Symbol trägt er an einer Silberkette, es steht für Reinheit und Hoffnung.

Foto: dpa/dpaweb

Seine Glücksarmbänder: Er hat zwei, das geflochtene Armband, das ihm Frau Corinna 1991 schenkte. Und das mystische der Manufaktur Albanu mit Platin-Schließe und Elefantenhaar in chinesischer Drehung (1600 Euro).

Sein Sonnen-Amulett: An einem Leder-Halsband trägt er eine Sonnenscheibe mit Gold-Kreis, auf dessen Rückseite die Initialen seiner Kinder Gina Maria und Mick graviert sind.

Seine Glückszahlen: Die sieben wegen seiner sieben WM-Titel. Die 77 wählt er stets als Startnummer im Kart oder auf dem Motorrad. In der Formel 1 besteht er – wenn er nicht die 1 als Weltmeister hat – auf ungerade Nummern.

So gab Teamchef Ross Brawn ihm die Startnummer 3, die für Nico Rosberg vergeben war, weil Schumi die 4 suspekt ist.

Glücksritter Schumi, Hauptsache, er glaubt dran und es macht schnell!

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