Monte Carlo - Debüt mit Knall-Effekt! Als letzter WM-Kandidat hat jetzt auch Sebastian Vettel (21) einen schneller machenden Doppel-Diffusor, doch sein erster Ausritt im hochgezüchteten Red Bull endet in einer Rauchwolke.
Motorplatzer! Auf der Jagd nach WM-Spitzenreiter Jenson Button (29) macht Vettels Bulle schlapp.Doch „Super-Seppi“ grinst auch diesen Rückschlag weg. Schon die verlorenen Punkte in Melbourne (Crash), Malaysia (Dreher), Bahrain und Barcelona (jeweils verschlafener Start) brachten ihn nicht aus der Fassung.
Für das 2. Training wurde in Windeseile sein defekter Renault-Motor ausgetauscht. Mit neuem Triebwerk schaffte er noch die sechstbeste Zeit des Tages.
„Alles halb so wild“, sagt Vettel, der seine Kampfansage an Button erneuert: „Wir müssen so langsam damit beginnen, die WM gegen BrawnGP zu drehen und die Siegesserie von Jenson zu stoppen. Unser Ziel ist wie immer der Sieg.“
Jetzt mit Doppel-D! Red Bull-Designguru Adrian Newey hat ein kleines Doppelstock-Leitwerk (für mehr Anpressdruck) ins schmale Heck implantiert - im Vergleich zu den Saugrohren der Diffusor-Bande BrawnGP, Toyota und Williams. Doch Vettel gefällt’s!
„Samstag können wir ablesen, ob wir damit einen weiteren Schritt gemacht haben“, hofft „Seppi“ auf die Pole-Position. Mit einem größeren Speed-Vorteil als im Leitplanken-Kanal von Monte Carlo rechnet Vettel in den nächsten Rennen: „Wir werden erst ab Istanbul ein klareres Bild bekommen.“
Doch vorher will er den ersten Sieg im Fürstentum, nachdem er im Vorjahr sensationell von Startplatz 18 auf fünf raste: „Hier gibt es keinen Platz für Fehler, man muss sehr mutig sein. Die blinden Kurven sind die schwierigsten, weil man dort einfach selbstbewusst hinein muss. Am Casino und am Schwimmbad, wo man wirklich schnell sein muss, da brauchst du ganz schön Eier.“
Alter Finne Räikkönen fährt allen davon
Die Konkurrenz will die Bullen nach zwei Jahren wieder vom Thron schubsen. Das bewiesen sie zum Auftakt. Räikkönen legte in der ersten Session die schnellste Runde in 1:19,670 hin.
Olympiasieger Michael Johnson soll Williams-Crew fit machen
Bei einem Besuch lernte der US-Sprinter die Fabrik im englischen Grove kennen. „Das Ziel ist, dass sie mehr wie Athleten denken“, sagte Johnson über seinen Job mit der Pit-Stop-Mannschaft.
Auch Vettels Neue hat jetzt eine Höckernase
Der neue Bolide RB8 hat eine Höckernase mit zwei Luftlöchern zum Atmen. Ein aerodynamischer Zwang, der schon aus Fernando Alonsos Ferrari F2012 eine „hässliche Göttin“ machte.