Empfehlen | Drucken | Kontakt08.03.2010 - 07:37 Uhr

Konkurrenz hat Muffe: Button: „Schumi so stark wie früher“

Von BILL FIELD
Michael Schumacher freut sich nach 1239 Tagen  auf die Rückkehr in ein Formel-1-Auto.
Michael Schumacher freut sich nach 1239 Tagen auf die Rückkehr in ein Formel-1-Auto.
Foto: AP
Köln –  

Es ist angerichtet: Die Fans fiebern sehnsüchtig dem Comeback von Michael Schumacher im Formel-1-Auto entgegen. Seine Konkurrenten aus dem Rennzirkus dagegen zeigen nicht nur großen Respekt vor dem siebenfachen Weltmeister, sondern haben sogar richtig Muffe.

Die Angst scheint nicht unberechtigt, denn dem 41-Jährigen geht es prächtig. „Ich fühle mich frischer als noch vor vielen Jahren. Ich bin physisch perfekt vorbereitet und freue mich riesig auf den Start. Die Energie ist komplett zurück, meine Batterien sind aufgeladen“, verrät Schumacher.

Besonders bei seinem früheren Arbeitgeber Ferrari schreckt man vor neuen Schumi-Taten zurück. „Ich habe Michael bei den Testfahrten genau beobachtet. Er war sehr schnell. Ich habe ihn ganz oben auf der Liste. Er kann Rennen gewinnen. Wir müssen auf der Hut sein“, sagt sein früherer Kollege und Kumpel Felipe Massa. Auch Fernando Alonso, der Schumacher zweimal den WM-Titel vor der Nase wegschnappte, freut sich auf heiße Duelle.
„Michael hat mir gefehlt. Ich habe großen Respekt vor allen Fahrern in der Formel 1, aber besonders vor Schumi. Er hat nichts verlernt und ist ein ernstzunehmender Gegner.“

Selbst Jenson Button hat im Kampf um die Titelverteidigung Schumacher fest auf der Rechnung. „Michael ist so stark, wie er mal war. Damit ist alles gesagt“, betont der Brite, der im neuen Schumi-Flitzer Brawn-GP seine Weltmeisterschaft gewann. „Ich rechne stark mit dem Mercedes-Team, deshalb räume ich auch Nico Rosberg gute Chancen auf den Titel ein.“

Youngster Rosberg will Schumi einen beherzten Kampf liefern und hofft auf einen fairen Zweikampf innerhalb des Teams. „Ich werde alles geben, um ihn zu schlagen. Denn bei allen Leistungen und allem Können Michaels: Er saß die letzten drei Jahre nicht im Auto. Da kann es ein wenig schwierig sein, bestimmte Dinge immer richtig zu beurteilen.“ Ross Brawn erwarte von Michael, dass „er allen Anforderungen, die wir ihm stellen, gerecht wird und sie vielleicht sogar noch übertrifft.“ Sprich den Titel holt.

Mercedes-Sportchef Norbert Haug versucht den Druck, der auf Schumi lastet, ein wenig einzudämmen. „Ich sehe uns nicht als die Favoriten für die ersten Rennen, aber auf Sicht auf einem sehr guten Weg, an der Spitze fahren zu können.“

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