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Bei Wagenvorstellung: Vettels gewagter Schnäuzer-Konter

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Sebastian Vettel und Mark Webber enthüllen den neuen Red Bull.
Sebastian Vettel und Mark Webber enthüllen den neuen Red Bull.
 Foto: dpa
Milton Keynes –  

Kontrolle total beim Dreifach-Weltmeister. Aus Angst vor etwaigen Spionen müssen Handys vor der Präsentation von Sebastian Vettels (25) neuem Red Bull RB9 abgegeben werden.

Nur der jüngste Champion aller Zeiten hält sich nicht dran! Frech knippst Vettel drauflos, als das Tuch fällt. Okay, ist ja auch seine neue Rennlady. Aber gefällt sie ihm auch?

Im Gegensatz zu den schönen neuen Modellen von McLaren und Ferrari trägt sie weiterhin eine Höckernase. Weil Designguru Adrian Newey (54) mal wieder jedes Milligramm sparte.

Vettel muss schwitzen

„Auch wir haben eine Eitelkeits-Blende. Eine große Nase kostet aber Gewicht, daher reicht sie nicht sehr weit nach vorne“, rechtfertigt sich Newey, der die seit letzter Saison vorgeschriebene Cockpithöhe beim Vorgängermodell zur Belüftung genutzt hatte. Jetzt muss Vettel schwitzen. Newey: „Den Schlitz haben wir weggemacht.“

Und auch sonst wurde das WM-Auto noch schnittiger. „Die meiste Anstrengung haben wir dafür aufgewendet, den RB8 zu verbessern“, erklärt Newey. Die Heckpartie mit dem revolutionären „Coanda“-Auspuff wurde auf noch mehr Anpressdruck getrimmt. Und die leidigen Diskussionen um den angeblich illegalen Wackelflügel sollten aufhören. Newey: „Die Steifigkeit des Frontflügels wurde erhöht.“

Ist das die "heiße Hilda"?

Nicht gerade schön, enger und heißer als seine geliebte „Abbey“ - was für ein Frauenname fällt Vettel dazu ein? „Hot Hilda“? Vettel grinsend: „Bevor ich ihr einen Namen gebe, müssen wir uns noch besser kennenlernen.“

Gelegenheit dazu bekommt er erst am Donnerstag im spanischen Jerez. Die Jungfernfahrt darf sein ungeliebter Teamkollege Mark Webber (36) absolvieren. Der Australier lieferte sich ein erneutes Scharmützel mit Vettel-Mentor Dr. Helmut Marko, der ihm fehlende Konstanz unterstellt hatte. Webber cool: „Es ist schon lange klar, dass ich keiner von Markos Lieblingen bin.“ Hoppla, da steht auch 2013 ein heißer Bullenfight bevor, Webbers Vertrag endet ja wieder mit Saisonende.

Vom Zoff lässt sich Vettel nicht anstecken. Als er von einem englischen Reporter gefragt wird, ob er mit dem 4. Titel etwa die Weltherrschaft anstrebe, sagt er: „Weltherrschaft? Das sollte ich als Deutscher besser nicht sagen - ich habe keinen Schnäuzer.“ Er beherrscht bereits den britischen Humor.

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Doch Vettels grandioser Sieg in Ungarn hat auch Ecclestone mächtig beeindruckt. „Es gibt nicht viele Fahrer, die nicht in Panik verfallen, wenn die Rivalen immer näher kommen. Vettel gehört dazu.“

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