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Bei gelber Flagge überholt?: Umstrittenes Vettel-Manöver laut FIA regelgerecht

Vettel darf sich beruhigt weiter über seinen Titel-Hattrick freuen.
Vettel darf sich beruhigt weiter über seinen Titel-Hattrick freuen.
Foto: dpa
Rom/Köln –  

Der Titel ist sicher, Sebastian Vettel kann aufatmen. Vier Tage nach dem nervenaufreibenden Saisonende in Sao Paulo hat der Automobil-Weltverband FIA einen Schlussstrich unter die Diskussionen über die Rechtmäßigkeit von Vettels drittem WM-Titel in Folge gezogen.

„Vettel hat alles richtig gemacht“, sagte FIA-Rennleiter Charlie Whiting dem Fachmagazin auto motor und sport. Ein Manöver in der vierten Runde hatte für Diskussionen gesorgt. Demnach soll Vettel den Toro-Rosso-Piloten Jean-Eric Vergne in einer Gelbphase überholt haben, doch bereits während des Rennens sei die Szene untersucht worden, bestätigte ein FIA-Sprecher der Sport-Bild.

Ferrari fordert Statement

Von einer Strafe gegen Vettel wurde zu diesem Zeitpunkt abgesehen, womit sein Titel im Nachhinein auch durch einen Protest des Kontrahenten Ferrari nicht mehr in Gefahr geraten könnte. „Eine weitere Untersuchung oder Proteste wird es nicht geben“, hieß es.

Trotz der unmissverständlichen Statements forderte Ferrari bei der FIA am Donnerstag eine Erklärung zum Vorfall an. Dies teilte das Team aus Maranello auf seinem Twitter-Profil mit. Ferrari hat bis Freitag Zeit, Protest gegen die Wertung des Rennens einzulegen. Ein Missachtung der gelben Flagge wird im Normalfall mit einer 20-Sekunden-Strafe geahndet.

Bei Bestrafung wäre Alonso Weltmeister

Hätte Vettel diese nach Rennende erhalten, wäre er im Rennklassement von Sao Paulo auf den achten Rang zurückgefallen. Dies hätte zur Folge gehabt, dass sein spanischer Ferrari-Rivale Fernando Alonso im Gesamtklassement vorbeigezogen und dann Weltmeister geworden wäre.

Doch dazu wird es nicht kommen. Bis zur endgültigen Stellungnahme der FIA-Verantwortlichen war allerdings genug Zeit verstrichen, um die Szene in helle Aufregung zu versetzen. Vor allem die italienischen Medien witterten einen Ferrari-Titel am Grünen Tisch. Die Gazzetta dello Sport schrieb vom „Flaggen-Krimi um Vettel“. Alonso hatte schon betont, dass ihm ein Titel zweiter Klasse kein Pfifferling wert wäre. „Ich brauche keine Wunder“, twitterte der Spanier: „Ich mache meine Wunder mit richtigen Gesetzen.“

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