Es war ein Nervenkrieg. Adrian Sutil (28) gegen Nico Hülkenberg (24). Zwei schnelle Deutsche im Kampf um ein Force-India-Cockpit. Der Emmericher siegte. Sutil hofft weiter, dass er bei Williams Rubens Barrichello beerben darf.
„Ich freue mich natürlich sehr, dass ich bei Sahara Force India die Chance bekomme, im nächsten Jahr wieder Rennen zu fahren“, sagt Hülkenberg: „Ich bin extrem motiviert für 2012. Der erste Test kann nicht früh genug kommen.“ Der steigt am 7. Februar in Jerez.
Der „unglaubliche Hülk“ ist zurück, das freut auch Bernie Ecclestone und Sebastian Vettel. „Aus Deutschland brauchen wir Sebastian, Michael und die beiden Nicos“, sagt der Formel-1-Boss. Außer Vettel, Schumi, Rosberg und Hülkenberg interessiert ihn kein weiterer Teutone. Obwohl Sutil, Timo Glock und sogar Nick Heidfeld schneller sind als „Paydriver“ wie Pastor Maldonado.
Der mit Öl-Millionen aus Venezuela ins Williams-Cockpit beförderte Pastor darf trotz mäßiger Punktausbeute und der meisten Unfällen im Feld auch 2012 fahren. Für Maldonado warf der stets klamme Sir Frank Hülkenberg vor Jahresfrist aus dem Auto. Und das, obwohl der GP2-Champion mit Barrichello locker mithalten und im Regen-Qualifying von São Paulo sogar die erste Pole-Position für das kriselnde Traditionsteam seit 2005 herausfahren konnte.
Umso mehr freut sich Vettel für den „Hülk“, mit dem er sich früher im Kart duelliert hatte. „Nico gehört definitiv in die Formel 1“, findet der Weltmeister. „Das hat er nicht nur in Interlagos gezeigt, wo er den Job noch ein wenig besser machte als ich. Wir alle waren erstaunt, dass er die erste Pole seiner Karriere herausfahren konnte.“
Diesen Coup will „Hülk“ 2012 im Inder-Mercedes wiederholen.
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