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„Ganz vorn dabei sein“: Vettels Wunsch zum Geburtstag

Von der Modemesse in den Bullenstall: Sebastian Vettel verpasst einer Jeans ein Brandzeichen.
Von der Modemesse in den Bullenstall: Sebastian Vettel verpasst einer Jeans ein Brandzeichen.
 Foto: imago
Silverstone –  

Sebastian Vettel (25) ist heiß, brandheiß sogar auf den Sieg in Silverstone (Sonntag, 14 Uhr). Am Vorabend verpasste der Jungbulle auf der Berliner Modemesse „Bread & Butter“ Jeans sein Brandzeichen. Und Donnerstag machte Vettel klar: So knallhart will er nach dem Valencia-Ausfall der WM wieder seinen Stempel aufdrücken.

Der Lichtmaschinen-Defekt ist genauso passé wie sein Manipulations-Vorwurf gegen Rennleiter Charlie Whiting, der ihn per Safety-Car eingebremst habe. „Das war selbstverständlich blöd“, sieht Vettel ein. „Aber ich kann das nicht ändern, deswegen habe ich das relativ schnell abgehakt.“

Sein Blick richtet sich auf die Aufgabe im „Home of British Racing“, wo er nach seinem Sieg 2009 zweimal gefrustet abreiste: 2010 verpatzte er von der Pole-Position den Start und wurde nur Siebter. 2011 verlor er die Pole an Red-Bull-Rivale Mark Webber und den Sieg nach einem verpatzten Boxenstopp an Fernando Alonso. In Vettels Rekordsaison war es der einzige Sieg des Ferrari-Stars. Ein Jahr später führt der Spanier in der WM mit 111 Punkten vor Webber (91), Vettel (88) und Lewis Hamilton (85).

Vettel ist heiß auf Revanche. „Es macht viel Spaß, hier zu fahren. Durch die hohen Kurvengeschwindigkeiten fühlst du das Limit des Autos sehr genau.“ Seine „Abbey“ taufte er sogar nach einer dieser schnellen Kurven, in denen sie sich so wohl fühlt.

Weitere Motivation: Silverstone ist in dieser Saison erst im Juli – der Monat, in dem Vettel noch nie ein Rennen gewinnen konnte. Und es ist sein Geburtstagsrennen: Am Dienstag wurde er 25 Jahre alt. Welche Geschenke er bekommen hat, ist klar: eine neue Lichtmaschine und neue Handschuhe – die alten feuerte er aus Wut ins Hafenbecken von Valencia. Sonst noch Wünsche? „Ganz vorn dabei sein.“

Da sieht ihn Hamilton sowieso nach dieser Wahnsinnsfahrt bis zum Aus in Valencia. Zwei Sekunden pro Runde nahm er seinen Rivalen ab. Offensichtlich ist der neue Doppeldecker-Unterboden ein Volltreffer. „Vorsicht! Vettel wird uns den Rest der Saison dominieren“, warnt Hamilton. Echte Furcht oder Understatement? Vettel grinst: „Diese Saison ist so verrückt, das wird jetzt nicht aufhören. Aber klar: Unser Ziel ist der Sieg. Wir wollen dieses Momentum mitnehmen.“

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Doch Vettels grandioser Sieg in Ungarn hat auch Ecclestone mächtig beeindruckt. „Es gibt nicht viele Fahrer, die nicht in Panik verfallen, wenn die Rivalen immer näher kommen. Vettel gehört dazu.“

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