Ein Zwinkern, ein Lächeln, freundliche Worte von Auto zu Auto: Im Verkehrsstau ist Zeit zum Flirten. Nur eins: Bitte geben Sie nicht zu viel Gas bei der Annäherung. Warum fluchen und zetern, wenn die Fahrt mal nicht weitergeht?
Lächeln lohnt sich schon eher – denn Ampelstopps und Staus bieten tolle Gelegenheiten für einen Flirt. Die Deutschen machen gerne Annäherungsversuche von Wagen zu Wagen: Knapp drei Viertel (71 Prozent) gaben bei einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact an, schon einmal mit anderen Verkehrsteilnehmern geflirtet zu haben.
Voraussetzung fürs Flirten ist ein erster Blickkontakt. Winken ist auch erlaubt - den Motor aufheulen oder die Reifen quietschen lassen aber nicht. Es sei denn, man sitzt am Steuer einer Schrottkarre – dann ist das lustig und zeigt Selbstironie. Der Wagen kann als Blickfang eine Rolle spielen. „Untersuchungen nach schauen Frauen mehr auf Statusautos wie hochwertige Geländewagen“, so Jürgen Merz, Verkehrspsychologe beim TÜV. „Sie stellen sich darin einen bestimmten Typ von Mann vor. Einen, der mit beiden Beinen im Leben steht, der erfolgreich und stark ist.“ Frauen weckten eher im kleinen bunten Stadtwagen das Interesse von Männern.
Der Ampelflirt – ein schönes Spiel. Doch was tun, wenn es funkt, wenn plötzlich Schmetterlinge im Bauch flattern? Seine Handynummer oder E-Mail-Adresse auf einen alten Parkzettel zu kritzeln und weiterzureichen oder die Nummer im Stau mit Lippenstift ans Seitenfenster zu schreiben, hält der Psychologe für ungefährlich. Seine Privatadresse rückt man aber besser nicht heraus.
Beste Flirtchancen haben Motorradfahrer, trotz ihres Helms. Der Helm hat etwas Geheimnisvolles. Und eine eindrucksvolle Maschine strahlt so viel Männlichkeit aus, dass sie entwaffnend auf Frauen wirkt.“ Ist die Aufmerksamkeit gesichert, gilt: „Visier aufklappen, lächeln, hoffen, dass sie das Fenster öffnet – und dann passende Worte finden: Wie soll ich dich anrufen, wenn ich deine Nummer nicht habe?“
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