Das sogenannte Tagfahrlicht wird in der Europäischen Union ab 2011 vorgeschrieben. Neuwagen müssen die Technik haben. Doch schon jetzt schreiben immer mehr Länder ganzjährig das Fahren mit Licht vor. Bei uns ist es seit September 2005 – was kaum jemand weiß – offiziell „empfohlen“.
EXPRESS erklärt die wichtigsten Spielregeln rund ums Tagfahrlicht.
Wo ist es vorgeschrieben? In Urlaubsländern wie Dänemark, Kroatien, Italien, Schweden, außerdem in Bosnien-Herzegowina, Estland, Finnland, Island, Kosovo, Litauen, Lettland, Mazedonien, Norwegen, Polen, Rumänien, Russland, Slowenien, der Slowakei, Tschechien, Ungarn, Weißrussland. Die Schweiz und Frankreich empfehlen das Einschalten des Lichts am Tag.
Was soll das Tagfahrlicht bewirken? Tagfahrleuchten sollen Autos besser erkennbar machen, so die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen.
Wie gewöhne ich mich ans Fahren mit Licht? Kleben Sie sich einen Zettel „Licht einschalten“ ins Cockpit.
Kann ich Tagfahrlicht nachrüsten? Ja. In der Werkstatt. Am besten LED-Leuchten, raten die Fachleute vom Tüv: Grund: Sie brauchen am wenigsten Energie. Einfachere Maßnahme: Die Elektronik des Wagens auf Tagfahrlicht programmieren lassen. Fragen Sie Ihre Werkstatt.
Was kostet das Nachrüsten? Fahrzeugspezifische Leuchten (für ein bestimmtes Modell entwickelt) kosten 120 bis 300 Euro. Einbau-Dauer: circa eine Stunde. Universelle Einbausätze fordern einen größeren Montageaufwand und kosten ab 50 Euro.
Wie ist das mit dem Mehrverbrauch? Nicht so schlimm wie oft behauptet. Selbst bei Fahren mit vollem Abblendlicht kostet's auf 100 Kilometern 0,15 bis 0,2 Liter. Der Tüv: „Der Bedarf spezieller Tagfahrleuchten in LED-Technik ist praktisch nicht mehr messbar.“
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