Während der Autoabsatz in Deutschland sinkt, boomen Räder. Vor allem die mit einem kleinen Hilfsmotor, mit denen man auch an steilen Hängen weiterkommt.
Oder, wenn man selbst aus der Puste ist. Gerade ältere Menschen, die umweltfreundlich mobil bleiben wollen, schätzen die Fahrräder mit Hilfe.
Die so genannten „Pedelecs“ (steht für Pedal Electric Cycle) sollen sich dieses Jahr über 200 000 mal verkaufen, über 50 000 mal öfter als im Jahr davor. Die Hersteller planen mit Steigerungsraten von bis zu 50 Prozent. Gunnar Fehlau vom „Pressedienst Fahrrad“: „Bei den Alltagsrädern liegt der E-Anteil schon bei 10 Prozent.“
Auch auf der Messe Eurobike in Friedrichshafen drehte sich alles um die E-Bikes. Doch worauf muss ich achten beim Kauf, und was muss ich investieren?
EXPRESS beantwortet die wichtigsten Fragen.
Zwischen 800 und 4000 Euro, also doch deutlich mehr als normale Fahrräder.
Kommt auf die Leistung an. Pedelecs mit einer maximalen Nennleistung bis 500 Watt, die ausschließlich unterstützend wirkt und sich oberhalb von 20 km/h automatisch abschaltet, sind zulassungsfrei.
Sie müssen ergo nicht versichert werden und dürfen ohne Führerschein betrieben werden.
Das sind die Räder, die ähnlich wie ein Mofa per Drehgriff beschleunigen oder bremsen und auch rein mit Motorkraft bewegt werden können.
Für diese Bikes benötigt man einen Führerschein, egal welcher Klasse, mindestens aber die so genannte „Mofaprüfbescheinigung“.
Nicht nur auf den Preis, sondern auf das Gewicht. Gerade, wenn das Rad öfter in den Keller oder in eine nicht ebenerdige Wohnung geschleppt wird, sind die durchschnittlich 27 Kilo, die E-Bikes wiegen, kein Pappenstiel.
Das wichtigste Bauteil dieser Fahrräder sind die Akkus. Die Bauart und das Leistungsvermögen der Akkus haben sich in den letzten Jahren erheblich verbessert. Stand der Technik sind jetzt Lithium-Ionen-Akkus.
Sie sind, so der TÜV Süd, im Gegensatz zu älteren Nickel-Cadmium oder Nickel-Metallhydrid-Akkus erheblich leistungsfähiger, haltbarer - durchschnittlich 3 bis 5 Jahre - und leichter.
Die Ladezeit und die „Lebenszeit“. Die durchschnittliche Lebensdauer liegt bei etwa 15 000 Kilometern. Wichtig auch: die Kosten für einen Ersatz-Akku. Im Durchschnitt liegen die Kosten bei 600 Euro.
Per Muskelkraft natürlich unendlich. Doch im Elektrobetrieb sind die Reichweiten schwach. Michael Winter, Experte des TÜV: „Die Reichweiten variieren zwischen 15 und 80 Kilometern.“
Zusätzlich beeinflusst wird die Reichweite durch die Wahl der Unterstützungskraft des Radfahrers. Umso mehr Kraft vorgewählt wird, umso schneller ist der Akku dann leer.
Nein. Die Experten raten aber dringend dazu.
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