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Gebrauchtwagen: Mitsubishis Outlander ist ein zuverlässiger SUV-Exot

Zumindest ab der zweiten Generation laut TÜV ein solides Fahrzeug: der Mitsubishi Outlander. Nur Kühlerventilatoren und Bremsscheiben lassen bei der Hauptuntersuchung demnach des öfteren zu wünschen übrig.
Zumindest ab der zweiten Generation laut TÜV ein solides Fahrzeug: der Mitsubishi Outlander. Nur Kühlerventilatoren und Bremsscheiben lassen bei der Hauptuntersuchung demnach des öfteren zu wünschen übrig.
 Foto: Hersteller

Schon früh stellte der Mitsubishi Outlander dar, was heute als kompaktes SUV gilt. Doch der kleine Geländewagen erreichte hierzulande nie einen großen Marktanteil. Zumindest ab der zweiten Generation ist er laut TÜV ein solides Fahrzeug.

Schon zu seinem Marktstart 2003 machte der Outlander Zugeständnisse an den Zeitgeist, der hochbeinige Fahrzeuge längst nicht mehr nur für den Einsatz auf Schotter vorsah: Neben dem Allradantrieb war der Outlander auch mit Kraftübertragung allein über die Vorderräder bestellbar.

Anders als andere moderne Geländewagen, die unter dem Kürzel SUV bei den Kunden einschlugen, macht der Outlander bislang eine bescheidene Karriere auf dem deutschen Markt. Deswegen landete er auch nicht in der Pannenstatistik des ADAC, die eine gewisse Verbreitung voraussetzt.

Im Jahr 2010 hat die zweite Generation des Outlander ein Facelift mit einer neuen Frontpartie bekommen.
Im Jahr 2010 hat die zweite Generation des Outlander ein Facelift mit einer neuen Frontpartie bekommen.
 Foto: Hersteller

Eine Häufung an Turbolader-Defekten (Diesel des Baujahres 2007) und gelösten Turboschläuchen (ab 2007) sowie gelegentliche Batterieausfälle registrierten die Pannenhelfer dennoch. Bei der Hauptuntersuchung gilt der Geländewagen – zumindest in zweiter Generation – als solide, so der TÜV in seinem „TÜV Report 2012“. Anfällig und wenig standfest sind demnach vor allem die Kühlerventilatoren und Bremsscheiben.

Bereits vier Jahre nach dem ersten Outlander schickte der japanische Hersteller 2007 Auflage Nummer zwei ins Rennen, Peugeot und Citroën brachten die baugleichen Modelle 4007 und C-Crosser. Seitdem gibt es den Outlander auch mit Dieselmotor und Doppelkupplungsgetriebe. Den stärksten Benziner kombiniert Mitsubishi auch mit stufenlosem CVT-Getriebe.

Nächste Generation in den Startlöchern

Im Jahr 2010 gab es ein Facelift des Outlander mit stark überarbeiteter Frontpartie. Die dritte Generation kommt im Herbst 2012 auf den Markt. In etwa zur gleichen Zeit stellen die Japaner auf dem Pariser Autosalon eine Plug-in-Hybrid-Variante vor, die rein elektrisch bis zu 50 Kilometer schaffen und eine Gesamtreichweite von rund 800 Kilometer haben soll.

Motorenseitig begnügt sich der Outlander bislang mit einer recht schmalen Palette, die auch nicht die leistungsstarken Aggregate enthält, wie man sie teils von der SUV-Konkurrenz, vor allem der sogenannten Premiumhersteller, kennt. Bei den Benzinern reicht die Spanne je nach Baujahr und Auflage von 136 PS bis 170 PS. Die Dieselmotoren leisten von 140 PS bis 177 PS. Zum Einsatz kommen ausschließlich Reihenvierzylinder.

So sah der Mitsubishi Outlander zum Marktstart in Deutschland 2003 aus.
So sah der Mitsubishi Outlander zum Marktstart in Deutschland 2003 aus.
 Foto: Hersteller

Wer sich nach einem gebrauchten Outlander umsieht, muss etwa für die Variante 2.2 DI-D 4WD Intense mit 156 PS starkem Diesel vom Baujahr 2007 rund 16.750 Euro anlegen. Die Schwacke-Liste nennt eine durchschnittliche Laufleistung von 90.200 Kilometern. Das gleiche Auto von 2010 (42.550 Kilometer) wird demnach noch für rund 21.500 Euro gehandelt.

Ein Benziner von 2010, etwa der Oulander 2.4 2WD Plus mit 170 PS kostet noch etwa 14.800 Euro und hat im Mittel 32.500 Kilometer auf dem Tacho. Ein Modell von 2003, so der 2.4 Sport mit 160 PS, wird mit 7550 Euro geführt und hat 117.200 Kilometer hinter sich. (dpa, dmn)

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