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Bond-Autos: James Bonds Tauch-Auto wird versteigert

Das Lotus-Esprit-U-Boot aus dem James-Bond-Film „Der Spion, der mich liebte“ wurde 2013 in London versteigert.
Das Lotus-Esprit-U-Boot aus dem James-Bond-Film „Der Spion, der mich liebte“ wurde 2013 in London versteigert.
Foto: RM Auctions, Don Griffin, 2013

Kennen Sie noch das Lotus-Esprit-U-Boot von James Bond? Am 8. September kommt es in London unter den Hammer. RM Auctions versteigert das einzige funktionsfähige Tauch-Auto aus dem Bond-Film „Der Spion, der mich liebte“.

Während James Bond (Roger Moore) 1977 im Film „Der Spion, der mich liebte“ seinen neuen Lotus Esprit auf Sardinien ausführt, wird er von Bösewichtern bis auf einen Pier gejagt. Anstatt anzuhalten, fährt Bond direkt ins Meer. Der 160 PS starke Lotus zieht die Räder ein und fährt Flossen aus, wodurch er sich in ein U-Boot verwandelt.

Sein Bond-Auftritt als U-Boot machte den Lotus Esprit auf einen Schlag noch begehrenswerter, als es der britische Sportwagen ohnehin war. 1972 hatte der italienische Star-Designer Giorgetto Giugiaro eine keilförmige Sportwagen-Studie auf Basis eines Lotus-Chassis bei der Auto-Messe in Turin präsentiert. Lotus entwickelte daraus den ersten Lotus Esprit, der beim Pariser Salon 1975 präsentiert wurde.

Von den Autosalons ans Film-Set

Im Oktober 1976 kam der Lotus Esprit als wohl fortschrittlichster britischer Sportwagen seiner Zeit in den Handel mit Leichtbau-Chassis, Fiberglas-Karosserie und Mittelmotor. Zu diesem Zeitpunkt hatte ein findiger PR-Manager bereits für den Film-Auftritt des Wagens in „Der Spion, der mich liebte“ gesorgt. Er hatte ein Vorproduktionsmodell des Lotus Esprit direkt vor den Pinewood Studios abgestellt, wo Albert Broccoli sein Büro hatte, und erregte so die Aufmerksamkeit des Bond-Filmproduzenten.

Propeller am Heck treiben das Fahrzeug an. Gelenkt wird über eine Hebelmechanik. Der Fahrer war ein pensionierter Soldat der Navy Seals.
Propeller am Heck treiben das Fahrzeug an. Gelenkt wird über eine Hebelmechanik. Der Fahrer war ein pensionierter Soldat der Navy Seals.
Foto: RM auctions, Don Griffin, 2013

Noch heute gilt der tauchende Lotus Esprit unter Film-Fans als eines der beliebtesten Bond-Autos. Das Fahrzeug, das nun in London versteigert wird, ist das einzige voll funktionsfähige U-Boot für die Unterwasseraufnahmen des Films „Der Spion, der mich liebte“. Für den Film wurden zwei vollständige Lotus Esprit für die Fahraufnahmen an Land geliefert sowie sieben Fiberglas-Karosserien für die Spezial-Effekte. Nur eine davon wurde zum voll funktionsfähigen U-Boot umgebaut, das am Film-Set den Namen „Wet Nellie“ trug und in den meisten Unterwasser-Aufnahmen zu sehen ist.

Geschichte des U-Boot-Lotus

Das U-Boot wurde seinerzeit bei der Firma Perry Oceanographic in Riviera Beach, Florida, gebaut. Es wird von mehreren Propellern angetrieben und über einen Hebel-Mechanismus gelenkt. Gefahren wurde es von Don Griffin, einem Soldaten der Navy Seals im Ruhestand. Nach den Filmaufnahmen wurde das U-Boot nach New York verschifft. Dort lag es in einem Lagerhaus auf Long Island. Die Miete für den Lagerraum war für zehn Jahre im Voraus bezahlt.

Das 2013 versteigerte Exemplar war von sieben Lotus-Chassis, die in dem Film zum Einsatz kamen, das einzige, das zum voll funktionsfähigen U-Boot ausgebaut wurde.
Das 2013 versteigerte Exemplar war von sieben Lotus-Chassis, die in dem Film zum Einsatz kamen, das einzige, das zum voll funktionsfähigen U-Boot ausgebaut wurde.
Foto: RM Auctions, Don Griffin, 2013

Als 1989 nach Auslaufen des Mietvertrages der Inhalt des Lagerraumes blind versteigert wurde, staunten die Meistbietenden nicht schlecht. Ein Ehepaar hatte für eine „bescheidene Summe“, so das Auktionshaus RM Auctions, per Zufall das Lotus-Esprit-U-Boot aus „Der Spion, der mich liebte“ ersteigert. Von der Auktion am 8. September in London verspricht sich RM Auctions allerdings einen mehr als bescheidenen Erlös. Die Spezialisten für außergewöhnliche Autos hatten bereits 2010 Sean Connerys Bond-Filmauto, den berühmten Aston Martin DB5 aus „Goldfinger“ und „Thunderball“ für 2,9 Millionen Pfund (etwa 3,4 Millionen Euro) versteigert.

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