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ADAC-Test: Fast zehn Prozent der Werkstätten „mangelhaft“

Fast zehn Prozent der im aktuellen ADAC-Test untersuchten Werkstätten sind durchgefallen.
Fast zehn Prozent der im aktuellen ADAC-Test untersuchten Werkstätten sind durchgefallen.
Foto: dpa

Im Werkstatt-Test 2012 des ADAC sind fast zehn Prozent der getesteten Betriebe mit der Note „mangelhaft“ durchgefallen. Insgesamt nahmen die Tester 75 Werkstätten unter die Lupe, darunter Betriebe großer Autohersteller und freier Werkstatt-Ketten.

Sieben Betriebe bekamen ein „mangelhaft“. Testsieger wurde ein Berliner Mercedes-Betrieb, der die vollen 100 Punkte erreichte. Der Testverlierer in Hamburg, der zur freien Kette Bosh Car Service gehört, schaffte nur 17 Punkte – eine der schlechtesten Bewertungen, die seit 42 Jahren ADAC Werkstatt-Test vergeben wurde.


Test-Autos mit Mängeln präpariert

Der Club hat die Werkstätten mit Fahrzeugen der Modelle Audi A3, BMW 1er und Mercedes A-Klasse sowie Renault Megane und Golf 5 getestet. Vor der Prüfung wurden die Fahrzeuge mit fünf Mängeln präpariert: Ein verstelltes Scheinwerferlicht, eine defekte Kennzeichenleuchte, ein ausgehängter Auspufftopf, ein zu niedriger Kühlmittelstand und ein Ersatzrad mit zu wenig Reifendruck.

Die Arbeitsleistung wurde mit 60 Punkten, der Service mit maximal 40 Punkten bewertet. Punktabzug gab es, wenn wesentliche Serviceleistungen fehlten oder Zusatzarbeiten ohne Auftrag ausgeführt wurden. Der ADAC rät allen Autofahrern, den Wagen zusammen mit dem Serviceberater anzuschauen und den Wartungsauftrag schriftlich zu erteilen.

Ein persönliches Gespräch vorab und ein schriftlicher Auftrag zur Wartung können Missverständnissen vorbeugen, rät der ADAC.
Ein persönliches Gespräch vorab und ein schriftlicher Auftrag zur Wartung können Missverständnissen vorbeugen, rät der ADAC.
Foto: dpa

Freie Werkstatt-Ketten schneiden schlecht ab

Bei der Qualität liegen die freien Werkstattketten und die Vertragswerkstätten laut Test weit auseinander. Bei Bosch Car Service arbeiteten nur zehn der 25 getesteten Betriebe fehlerlos. Erfolgsquote: 40 Prozent. Im Gesamtergebnis waren die getesteten A.T.U-Betriebe noch schwächer. Hier patzten 18 von 25 Filialen. Die Erfolgsquote beträgt bei A.T.U also nur 28 Prozent.

Neben der teils mangelhaften Arbeitsleistung hat das schlechte Abschneiden der überprüften freien Werkstätten noch eine weitere Ursache: Die Betriebe ordneten laut ADAC den unterschiedlichen Kfz-Typen oft nicht den jeweils richtigen Serviceumfang zu, obwohl damit geworben werde, Herstellervorgaben korrekt zu befolgen.

Im ADAC-Test schnitten die Vertragswerkstätten besser ab als die freien Werkstatt-Ketten.
Im ADAC-Test schnitten die Vertragswerkstätten besser ab als die freien Werkstatt-Ketten.
Foto: dpa

Dagegen haben 88 Prozent der 25 geprüften Vertragswerkstätten alle Fehler gefunden. Mercedes und Renault schneiden durchweg mit „sehr gut“ ab. Nicht ganz makellos ist die Bilanz von Audi, BMW und VW. Aus den jeweils fünf in deutschen Städten durchgeführten Stichproben erreicht Audi in Leipzig nur ein „befriedigend“, BMW – ebenfalls in Leipzig – nur ein „ausreichend“, VW in München ein „gut“. Die übrigen Durchgänge wurden alle mit „sehr gut“ bewertet, alle Fehler wurden gefunden und auch der Service stimmte.

Lesen Sie hier die Test-Ergebnisse des ADAC-Werkstatt-Tests 2012.

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