Das ablösefreie Winter-Schnäppchen von Arsenal London wird immer wertvoller für Borussia! Mit Havard Nordtveit (20) erkämpften die Laternen-Fohlen in Bremen noch einen überlebenswichtigen Last-Minute-Dusel-Punkt. Es war der norwegische Mittelfeldstratege, der gegen Wesley den von Arango angeschnittenen Freistoß vor Dantes 1:1 rausholte.
Dabei hatte Coach Lucien Favre Nordtveit nach dessen Grippe-Pause zunächst auf der Bank schmoren lassen, ihn dann aber zur zweiten Halbzeit für Marx gebracht. Folge: Ins Gladbacher Spiel kam plötzlich viel mehr Schwung, weil Nordtveit geschickt die Fäden zog. „Ich wusste, dass ich nicht von Beginn an spielen werde. Der Trainer hatte mir das gesagt. Ich habe dann aber alles versucht - es war wunderschön, als der Treffer fiel“, verrät Havard, den bei Arsenal alle „Howie“ nannten.
Der Musterschüler von Arsene Wenger: „Die Engländer haben sich mit dem Namen Havard sehr schwer getan. Ich habe dann gesagt: Nennt mich Howie, das ist viel besser!“ Und Howies Herz hängt immer noch ein wenig an den „Gunners“: „Ich war drei Jahre dort. Ich kenne dort alles und jeden. Immer wenn Arsenal spielt, dann schaue ich mir das natürlich an.“
Bei Borussia fühlt sich Nordtveit inzwischen aber auch pudelwohl - was auch an der guten Küche im Rheinland liegt: „Speck und Eier zum Frühstück wie in England sind nicht so gut. Ich komme aus Norwegen, wo du den besten Lachs bekommst. In Deutschland gibt es für mich besseres Essen als in London.“
Immer an der Seite des Wikingers, für den Arsenal einst drei Millionen Euro an SK Haugesund überwies: Freundin Anna. „Wir sind jetzt seit vier Jahren ein Paar. Als sie sechs Jahre alt war, kam sie von Island nach Norwegen.“ Anna folgte Weltenbummer Havard (spielte in England, Spanien, Deutschland) bislang auch überall hin.
Sein Urteil über Europas Top-Ligen: „Die Premier-League ist körperbetonter, die Physis ist dort entscheidend. Manche Spieler sind wie Bulldozer, einfach robuster. In der Bundesliga ist alles taktischer geprägt. In Spanien hingegen geht es ruhiger zur Sache.“ Eins hat Havard bei all seinen Stationen auf jeden Fall gelernt: „Man darf sich nie aufgeben!“
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