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Wettskandal: Schnitzler: „Hatte meine Spielsucht nicht im Griff“

Supermann-Shirt unter aufgerissenem Borussia-Trikot: René Schnitzler.
Supermann-Shirt unter aufgerissenem Borussia-Trikot: René Schnitzler.
 Foto: Wiechmann
Mönchengladbach –  

Er ist in Gladbach geboren, mit Borussia bis in die Bundesliga aufgestiegen. Er hat für St. Pauli in Liga 2 geknipst. Doch dann ist René Schnitzler ganz tief abgestürzt. Die Karriere ruiniert. Weil der heute 27-Jährige sich mit der Wettmafia eingelassen hat.

Zusammen mit dem früheren Osnabrücker Profi Thomas Cichon muss er sich daher vor dem Bochumer Landgericht wegen Beihilfe zum Betrug, Unterstützung einer kriminellen Vereinigung und wegen Steuerhinterziehung verantworten. Schnitzler und Cichon sollen in den Wettskandal von 2008 und 2009 verstrickt gewesen sein.

„Ich habe wie einige Menschen ein paar Dummheiten gemacht in meinem Leben, aber diese Dummheit, damals von dem Wettpaten 100.000 Euro angenommen zu haben, war die größte. Ich werde sie immer bedauern, kann sie aber nicht ungeschehen machen“, sagte Schnitzler stern.de.

Als Grund, warum er sich auf Wettpaten einließ, gab Schnitzler an: „Ich hatte damals meine Spielsucht nicht im Griff. Diese Sucht ist ein Problem, an dem ich arbeite.“ Mitangeklagt sind auch vier Amateurspieler.

Laut Staatsanwaltschaft geht es um insgesamt 18 mutmaßlich manipulierte Spiele, darunter acht Partien aus der 2. Bundesliga. Die Anklageschrift ist allein im Fall Schnitzler 150 Seiten lang.

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