Zuerst war ein dumpfer Aufprall zu hören, dann ein Aufschrei – und plötzlich lagen Borussias Mini-Titan Marc-André ter Stegen und Torwart-Trainer Uwe Kamps blutend und mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen.
Gladbachs Cheftrainer Lucien Favre hatte vor dem Auswärtsspiel beim Hamburger SV eine sogenannte Regenerations-Einheit auf den Trainingsplan geschrieben. Borussias Torhüter spielten Fußball-Tennis, ter Stegen und Kamps bildeten die eine Mannschaft, Heimeroth und Blaswich die andere.
Ein lockeres Spielchen – bis es rumste: Kamps und ter Stegen jagten dem Ball hinterher, gingen zum Kopfball hoch und rasselten furchtbar mit den Köpfen zusammen. Die Stirn von Kamps traf mit voller Wucht auf die rechte Gesichtshälfte und die Mundpartie von ter Stegen.
Das Duell Kopf gegen Zähne hatte schlimme Folgen: Marc-André brachen zwei Zähne ab, Kamps zog sich eine klaffende Platzwunde zu. Beide wurden sofort behandelt und schließlich in ein Gladbacher Krankenhaus gebracht.
Am Mittag kehrten die Pechvögel zurück: Kamps mit einem dicken Pflaster auf der Stirn, ter Stegen hatte die Wange dick geschwollen und musste zum Zahnarzt. „So etwas kommt vor im Fußball. Ich bin aber optimistisch, dass Marc-André trotzdem Samstag spielen kann“, meinte Trainer Lucie Favre. Ob es wirklich für einen Einsatz reicht, entscheidet sich am Freitag.
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