Noch eine halbe Stunde nach dem 0:1-Todesstoß durch die „Roten Teufel“ verharrte Borussen-Boss Rolf Königs geschockt in der Präsidiums-Loge, schlich dann alleine zum Fahrstuhl, fuhr abwärts und verließ verbittert den Pleiten-Park.
Der VfL-Imperator muss fassungslos zusehen, wie sein König(s)reich zerbricht und Gladbach zum zweiten Mal unter seiner Regie abstürzt. Ein langjähriger Wegbegleiter zum EXPRESS: „Rolfs Teint ist blasser denn je!“ Der 69-Jährige hatte seinem „Team Sport“ nach der Horror-Hinrunde extra freie Hand gelassen, von Vertrauensvorschuss geredet.
„Ich setzte voll auf diese Karte. Wir müssen die Klasse halten!“ Doch die Abstiegs-Clique um Bonhof, Eberl und Frontzeck verbockt es trotz eines 70-Millionen-Etats. Der Super-GAU ist nicht mehr zu stoppen.
Der Präsident feuerte Pleiten-Mike viel zu spät – gegen Eberls Willen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann der entmachtete Sportdirektor gehen muss.
Dankt danach auch Königs ab?
Schließlich hat er immer wieder betont: „Wir lassen uns alle am sportlichen Erfolg messen – ich schließe mich nicht aus.“ Noch klebt Königs an seinem Ehrenamt. „Es ist verfrüht zu sagen: Ich trete ab.“ Aber der Boss denkt bereits an Rücktritt.
In dieser Woche muss er sich dem Aufsichtsrat stellen: Dann entscheiden Stefan Krebs, Norbert Bocks, Dr. jur. Karl-Theodor Herfs, Prof. Dr. Reiner Körfer, Dr. Dirk W. Rosenbaum, Prof. Dr. Gunter Konrad und der Aufsichtsrats-Vorsitzende Hermann Jansen darüber, wie es weitergeht bei Borussia.
EXPRESS enthüllt:
Variante 1: Königs (bis 2013 gewählt) bietet seinen Rücktritt an. Rechnet insgeheim aber damit, dass ihn die ihm stets wohlgesonnenen Herren bitten, aus Mangel an Alternativen weiterzumachen. Dann hätten die Aufsichtsräte den Schwarzen Peter.
Variante 2: Königs tritt zurück, wenn der von ihm auserwählte Stephan Schippers als neuer Herrscher abgenickt wird. Der Finanz-Geschäftsführer gilt als engster Vertrauter von Königs, der seinen Adlatus 1999 zunächst in die eigene Firma und dann zum VfL lotste.
Variante 3: Auf der Jahreshauptversammlung am 29. Mai kommt es zur Revolution und Königs & Co. werden von den Mitgliedern vom Hof gejagt.
Raffael: Neapel statt Gladbach
Borussen-Coach Lucien Favre würde seinen ehemaligen Musterschüler Raffael nur zu gerne zu den Fohlen lotsen, aber daraus wird wohl nichts.
Gladbach holt Stürmer Mlapa aus Hoffenheim
Sportdirektor Max Eberl hat den deutschen U21-Nationalspieler Peniel Mlapa (21) von 1899 Hoffenheim verpflichtet. Der Stürmer erhält einen Vierjahresvertrag bis 2016.
Xhaka: „Borussia wichtiger als Olympia“
„Das ist Xhaka? Der ist ja supersüß!“ Als Rekord-Einkauf Granit Xhaka zur offiziellen Vorstellung im Borussia-Park vorfährt, geraten einige weibliche Fohlen-Fans gleich ins Schwärmen.