Empfehlen | Drucken | Kontakt05.05.2011 - 14:20 Uhr

Liebling Lucien: Trainer Favre ist der Sieger im Machtkampf

Von AXEL STRÖTKER und ACHIM MÜLLER
Lucien Favre lebt den Abstiegskampf
Lucien Favre lebt den Abstiegskampf
Foto: Ovelgönne
Mönchengladbach –  

Hinter den Kulissen fliegen die Fetzen, der Machtkampf spitzt sich zu. Tiger Effenberg und die Initiative Borussia haben das Dauer-Feuer auf Absturz-Präsident Rolf Königs und dessen „Kompetenz-Team Sport“ eröffnet.

Im Borussia-Park tobt der Bär – nur bei einem Thema sind sich alle einig: Trainer Lucien Favre ist ein Glücksgriff im Abstiegskampf. Dass die Fohlen noch auf das Wunder Klassenerhalt hoffen dürfen, ist allein Favres Werk. 16 Punkte holte der Schweizer Coach in 10 Spielen, machte aus der Schießbude eine Beton-Abwehr (8 Gegentore).

In den vergangenen acht Spielen kassierte der VfL nie mehr als ein Tor, die letzten beiden gegen Meister Dortmund und Hannover wurden zu null gewonnen. Und das, obwohl Abwehrchef Dante und Millionen-Stürmer Igor de Camargo fehlten. Lob für Favre gibt es von allen Seiten.

Stefan Effenberg: „Lucien Favre macht hervorragende Arbeit. Wenn er vom 1. Spieltag an Trainer gewesen wäre, würden wir hier alle jubeln. Wenn wir am 29. Mai gewählt werden, führt mein erster Weg zu ihm.“ Borussen-Legende Horst Köppel, Gladbachs bester Trainer seit 1996, ist von Favre begeistert: „Ich habe öfter sein Training beobachtet. Ausgezeichnete Arbeit.“ Köppel, der neuer Präsident werden will, betont: „Wenn wir dran kommen sollten, ist Favre ein Mann für uns, der unbedingt gehalten werden muss.“

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Und auch die VfL-Profis schwärmen von Liebling Lucien. Mo Idrissou: „Er ist jemand, der uns nach vorne bringt, der uns richtig motiviert. Er schimpft bei Fehlern nicht einfach und bestraft. Er redet mit jedem Spieler. Seit er da ist, haben wir uns total geändert. Jeder Spieler will mitmachen, ist heiß im Training.“ Der Stürmer weiter: „Wenn ihm etwas nicht passt, unterbricht er sofort und verbessert.“ Und: „Er sagt: Er will keine Einzelspieler. Jeder muss für den anderen arbeiten. Das hatten wir vorher hier nicht.“

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