Empfehlen | Drucken | Kontakt03.02.2012 - 15:27 Uhr

Gegen Wolfsburg: Die Rückkehr von Happy Hanke

Mike Hanke hat derzeit bei Borussia eine Menge zu bejubeln.
Mike Hanke hat derzeit bei Borussia eine Menge zu bejubeln.
Foto: Ovelgönne
Mönchengladbach –  

Verbal nachtreten ist nicht das Ding von Mike Hanke (28). „Es hat sich nach mir viel geändert. Da sind keine Emotionen dabei“, sagt Borussias Torjäger vor seiner Rückkehr am Samstag zu seinem Ex-Klub VfL Wolfsburg.

Von 2005 bis 2007 ging Hanke für die Wölfe auf Torejagd (18 Buden in 58 Pflichtspielen). Dass er dann ausgerechnet beim Rivalen Hannover 96 anheuerte, nehmen ihm die Fans aus der Autostadt offenbar bis heute übel.

Selbst bei seinem letzten Auftritt mit Gladbach (1:2) Ende Februar 2011 bereiteten die Wölfe-Fans ihm einen frostigen Empfang, pfiffen ihn nach seiner Einwechslung aus. Das hat Hanke vor seiner Rückkehr in die Volkswagen-Arena aber längst abgehakt: „Das ist ein normales Spiel für mich. Ich habe da eigentlich eine schöne Zeit gehabt.“

Hanke ganz gelassen – denn bei Borussia hat er sein Glück gefunden. Es läuft seit Monaten top, er ist Leistungsträger, Führungsspieler und Publikumsliebling. Seine Art kommt bei den Menschen am Niederrhein an.

In seinem Haus in Neuss fühlen er und seine Familie sich pudelwohl: „Wir sind hier super aufgenommen worden. Meine Kinder haben schon viele Freunde gefunden, meine Frau Jenny und ich sind sehr zufrieden. Ich glaube, dass wir als Familie hier sehr, sehr glücklich sind.“

Es passt auch deshalb, weil ihn Trainer Lucien Favre mit Bravour zum „Neuneinhalber“ umfunktioniert hat. Selbst Wölfe-Coach Felix Magath schwärmt: „Früher hat Hanke nur für sich selbst gekickt, nun ist er zum Mannschaftsspieler gereift und eine wichtige Stütze in Gladbach.“

Und der Killerinstinkt ist wie jüngst beim wichtigen Kopfball-Tor zur Führung in Stuttgart (3:0) auch wieder da. Hanke: „Ich hätte nichts dagegen, wenn ich in den nächsten Spielen weiter so treffe.“ Wetten, dass dann die VfL-Fans erst recht pfeifen werden…

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