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Standard-Gala: Juan Arango: Das Fohlen mit dem goldenen Huf

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Ein Tor vorbereitet, ein Traumtor zum 2:1 erzielt: Juan Arango ist in bestechender Form.
Ein Tor vorbereitet, ein Traumtor zum 2:1 erzielt: Juan Arango ist in bestechender Form.
Foto: Wiechmann
Mönchengladbach –  

„Arango, oho. Arango, ohohoho.“ Noch zwei Stunden nach seiner Standard-Gala beim Auftakttriumph (2:1) gegen Hoffenheim feierten Tausende Fohlen-Fans Magier Juan.

Tosender Applaus, als dieser nach dem Duschen über den Parkplatz zu seinem weißen Porsche-Geländewagen schlendert. Unter den Fans auch eine Reisgruppe aus Venezuela, allesamt im Nationalmannschafts-Trikot ihres Volkshelden. In seiner Heimat verehren sie Juan als AranGOL, als Hurrikan der Karibik, als den Vollstrecker und genialen Spielmacher.

So hatte sich der 32-Jährige mit seinem linken Zauberfuß auch gegen 1899 präsentiert, die Kraichgauer quasi im Alleingang erlegt. Zuerst bugsierte der König des ruhenden Balls einen Freistoß Mike Hanke so perfekt auf den Kopf, dass dieser „nur“ noch zum 1:0 einköpfen musste. Dann ein Zungenschnalzer aus 17 Metern: Juan düpiert per Traum-Freistoß Hoffenheim, ballert Borussia zum erlösenden Auftaktsieg.

In der Kabine nennen ihn die Kollegen wegen seiner coolen Art nur „den Chiller“. Knipser Mike Hanke: „Juan hat meinen Treffer sehr gut vorbereitet und ein tolles Freistoßtor gemacht. Juan hat einfach einen überragenden linken Fuß.“

Seit Trainer Lucien Favre in Gladbach das Zepter schwingt, spielt Arango wie ein Star. Favre hat das zuvor so oft lethargisch wirkende Genie wachgeküsst und sagt: „Es ist bei ihm wie mit einem guten Wein. Mit dem Alter wird er immer besser. Er ist hervorragend. Er macht den Unterschied aus. Das 2:1 war fantastisch.“

Und Sportdirektor Max Eberl lobt: „Seine Standards sind auf dem Platz eine Waffe. Als wir ihn 2009 von Real Mallorca holten, wussten wir um seine Qualitäten. Er ist der Spieler für das Besondere.“

Und was sagt der zurückhaltende Arango? „Ich übe das sehr oft, trainiere im Training immer wieder Freistöße.“ Und weiter: „Ich spiele schon seit letzter Saison auf diesem Niveau und hoffe natürlich, dass das so bleibt.“

Dass er derzeit der beste Borusse ist, erklärt Don Juan so: „Die Vorbereitung lief optimal, ich bin topfit. Letztes Jahr steckte mir die Copa America in den Knochen. Nun bin ich ausgeruht.“

Und ist heiß auf Erfolg: „Nach dem Abgang von Dante, Reus und Neustädter war klar, dass ich noch mehr Verantwortung übernehmen muss. Dieser Aufgabe stelle ich mich. Ich will mit Borussia Erfolg haben – auch international.“

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