Empfehlen | Drucken | Kontakt23.12.2011 - 21:18 Uhr

Staatsanwalt ermittelt: Jones droht halbes Jahr Sperre

Schalkes Jermaine Jones.
Schalkes Jermaine Jones.
Foto: dpa
Mönchengladbach –  

Der Skandal um das fieseste Foul des Jahres geht in die nächste Runde. Der Fußtritt gegen Marco Reus hat für Jermaine Jones jetzt möglicherweise auch noch rechtliche Konsequenzen.

Gegen Schalkes Mittelfeldspieler gingen bei der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach mehrere Strafanzeigen wegen Körperverletzung beziehungsweise schwerer Körperverletzung ein, wie Staatsanwalt Lothar Gathen bestätigte.
„Bis Freitagmorgen lagen vier Anzeigen vor. Wir verschaffen uns jetzt erst mal mit Hilfe der TV-Bilder einen Überblick, dann werden wir mehrere Dinge überprüfen, unter anderem, ob ein öffentliches Interesse besteht“, sagte Gathen: „Zunächst ist dies eine Sache der Sportgerichte.“

Hier pirscht sich Jones an Reus ran
Bildergalerie ( 6 Bilder )

Wiederholungstäter Jones, der die Szene unkommentiert ließ und sich in den Urlaub nach Los Angeles verabschiedete, hatte Reus beim Pokal-Aus in Gladbach zunächst auf den rechten Fuß getreten. Als er dann bemerkte, dass er den „falschen“ erwischt hatte, schlich er um Borussias Nationalspieler herum und rammte seinen Stollen in den gebrochenen Zeh des linken Fußes. Reus konnte weitermachen und rächte sich mit zwei Toren, die zum Pokal-Aus der Königsblauen führten.

Da Schiedsrichter Wolfgang Stark die entsprechende Szene nicht gesehen hatte, nahm der Kontrollausschuss des DFB am Donnerstag Ermittlungen auf, Jones droht eine empfindliche Sperre. Die würde sich normalerweise nur auf den Pokalwettbewerb beziehen. Allerdings besagt Paragraph 8 der Verfahrensordnung des DFB, dass bei schwerwiegenden Sportverfehlungen auch eine Strafe für alle Wettbewerbe möglich ist. Trifft Jones auf harte Richter, könnte er sogar ein halbes Jahr aus dem Verkehr gezogen werden.

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