Empfehlen | Drucken | Kontakt11.05.2011 - 21:26 Uhr

Mach et, Borussia!: So wie einst Effe...

Von AXEL STRÖTKER, ACHIM MÜLLER und MANUEL DIAZ
Nach dem 2:0 in Wolfsburg flossen Freudentränen: Trainer Friedel Rausch bedankt sich bei Torschütze Stefan Effenberg.
Nach dem 2:0 in Wolfsburg flossen Freudentränen: Trainer Friedel Rausch bedankt sich bei Torschütze Stefan Effenberg.
Foto: Imago
Mönchengladbach –  

35 Punkte nach 33 Spieltagen. Tabellenplatz 16. Ein Auswärtsspiel im Norden vor der Brust. Auf fremde Hilfe angewiesen.

Borussias Ausgangsposition vor dem Saisonfinale 1998. Und vor dem Showdown am Samstag. Wiederholt sich 13 Jahre nach dem 2:0 von Wolfsburg das Wunder in Hamburg? Retter Stefan Effenberg erinnert sich: „Wir konnten den Klassenerhalt aus eigener Kraft nicht mehr schaffen und waren angewiesen auf Rostock, die mit einem 4:2 gegen Karlsruhe ihren Teil dazu beigetragen haben, dass unser Sieg in Wolfsburg für die Rettung reichte.“

Der damalige Keeper und heutige Torwart-Trainer Uwe Kamps: „Die Parallelen sind da. Jetzt können wir aber auch den Relegationsplatz verteidigen. Ob es dann für mehr reicht, müssen wir abwarten.“ Der Sprung auf Platz 15, zwei Entscheidungsspiele als 16. gegen den Dritten der Zweiten Liga oder der direkte Abstieg auf Rang 17 - alles ist möglich!

„Wir standen mit dem Rücken zur Wand. So eine Situation ist nicht einfach“, erklärt Tiger Effenberg. „Unsere Überzeugung hat damals den Ausschlag gegeben. Wir haben uns nach dem Training zusammen gesetzt, einen Mannschaftsabend gemacht und gesagt: Hände auf den Tisch, alle drauf und wir schaffen das. So sind wir aus der Tür gegangen und haben das auch umgesetzt.“

Kumpel Kamps: „Die Sache war klar, wir mussten in Wolfsburg gewinnen und haben durch Effes Tor schnell geführt. Zum Glück waren auch die Wolfsburger bereits gerettet. Unsere Fans haben die anderen Ergebnisse verfolgt und uns diese auf Ihre Art vermittelt. Es war einfach schön und wir hoffen nun, dass auch diese Saison ein gutes Ende nimmt und sich die Geschichte wiederholt.“

So wie einst Effe, Kamps und Co: Mach’ et, Borussia! Der Tiger total optimistisch: „Ich bin mir nach den letzten Siegen sicher. Da haben sie richtig gut gespielt. Wenn sie diese Überzeugung auch beim HSV an den Tag legen, wo sie in meinen Augen auch gewinnen können, traue ich ihnen das absolut zu. Man sieht ja auch, dass Frankfurt und Wolfsburg wackeln.“

Effenberg kommt heute um 19.30 Uhr nach Gladbach, stellt im Fanhaus (Messegelände Nordpark) den VfL-Anhängern seine Pläne zur Machtübernahme bei Borussia vor.

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