„Ein Tag ohne Lachen ist kein guter Tag“, lautet das Lebens-Motto von Borussen-Stürmer Igor de Camargo. Doch Dienstagmorgen blickte der sympathische Bayern-Schreck nur noch wie versteinert drein.
Nach einer Kernspinuntersuchung haben sich die schlimmsten Befürchtungen bestätigt: Teilabriss des Innenbandes im linken Knie, wochenlange Pause – so die Schock-Diagnose (EXPRESS berichtete)!
Armer Igor, seine Zeit in Gladbach ist wie verhext. Letzte Zitter-Saison verpasste der Seuchenvogel 15 Liga-Spiele, verbrachte beinahe mehr Zeit in der Reha als auf dem Spielfeld: Kaputtes Sprunggelenk gleich bei der allerersten Trainingseinheit, es folgte eine Knöchel-OP, dann eine Innenbanddehnung im linken Knie. Erst zur Relegation gegen Bochum war er wieder fit, trug mit seiner Bude in letzter Sekunde viel zur Wunder-Rettung bei. Schließlich gleich zum Liga-Auftakt bei der 1:0-Sensation in München die Super-Bayern weggeknipst – und den Brustwirbel angebrochen.
„Igor ist Borussias Robben: Wenn er spielt, ein Kracher - aber leider ständig verletzt“, meinte ein VfL-Fan am Rande des Profi-Trainings. Die neue schwere Knie-Blessur hatte sich de Camargo nun beim Geheim-Training der belgischen Nationalmannschaft vor dem Duell mit Jogis Jungs eingefangen. Der 28-Jährige war sofort zur Behandlung nach Gladbach abgereist. Nachdem er die Diagnose erfahren hatte, verließ Igor mit Tränen in den Augen den Borussia-Park, suchte daheim Trost bei seiner Frau Giovana.
„Der Junge hat wirklich sehr viel Pech, es ist unglaublich. Ich bin kein Arzt, aber es wird wohl lange dauern, bis er wieder zur Verfügung steht“, fühlt Coach Lucien Favre mit.
Eine Knie OP sei derzeit kein Thema. Auch die Team-Kollegen sind völlig geschockt. Kapitän Filip Daems: „Ich hatte die gleiche Verletzung und weiß, wie schlimm das ist. Das braucht Zeit und Geduld. Er wird uns fehlen, Igor ist ein ganz wichtiger Spieler.“
Freund Dante: „Ich bin sehr, sehr traurig. Gerade haben wir als Mannschaft so einen Lauf, er hat einen großen Teil dazu beigetragen. Wir müssen das jetzt wegstecken. Alle sind gefragt.“
Wollen Favres Höhenflieger den Champions-League-Platz verteidigen, müssen so schnell wie möglich Stürmer wie Raúl Bobadilla, Mike Hanke oder Joshua King den Igor (7 Saisonspiele, 3 Buden, 1 Assist) machen und knipsen.
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