Es ist ein besonderes Spiel für Lucien Favre. Am Samstag wird er erstmals nach seiner Entlassung bei Hertha wieder als Trainer an der Seitenlinie im Berliner Olympiastadion stehen, Diesmal als gefeierter Trainer von Borussia Mönchengladbach.
Am Liebsten würde er drei Punkte aus seiner ehemaligen Heimat entführen. "Wir wollen immer gewinnen", zeigte sich der 54-jährige Schweizer vor dem Spiel selbstbewusst. "Auswärts oder zuhause ist egal für uns. Wir wollen nach vorne spielen." Einfach wird das nicht. Die Berliner haben erst ein Spiel zuhause verloren. Vor allem offensiv schätzt der Borussen-Coach die Hertha stark ein.
Was Trainer Lucien Favre vor dem Spiel in Berlin zu sagen hat? Das sehen Sie hier im Video.
Er selbst hat in seinen fast zweieinhalb Jahren in Berlin turbulente Zeiten erlebt. In seiner zweiten Saison führte er die Hertha 2009 fast zur Meisterschaft. Doch dann folgte der schnelle Absturz. Nach einer nicht enden wollenden Negativserie wurde er entlassen.
In einer privaten Pressekonferenz holte er daraufhin zum Rundumschlag gegen den Verein aus. Einer der Vorwürfe damals: „Der Verein hat die Trennung von Dieter Hoeneß nicht verkraftet.“ Der Klub habe zu spät über Neuverpflichtungen nachgedacht. Es folgte ein Rechtsstreit um die Abfindung, der erst im Februar 2010 beigelegt wurde. Statt 1,4 Millionen Euro musste sich der Schweizer angeblich mit knapp einer halben Million begnügen.
Doch das scheint inzwischen vergessen: „Ich freue mich darauf, wieder nach Berlin zu kommen und dort viele Leute zu treffen, die ich aus meiner Zeit bei Hertha kenne", sagte Favre. "Ich hatte in Berlin eine tolle Zeit und werde die Stadt und die Menschen dort nie vergessen."
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