Empfehlen | Drucken | Kontakt22.10.2011 - 23:14 Uhr

Pleite in Hoffenheim: Favres harmlose Fohlen von Ibisevic bestraft

Von AXEL STRÖTKER
Hoffenheims Stürmer Vedad Ibisevic erzielt im Fallen das Goldene Tor.
Hoffenheims Stürmer Vedad Ibisevic erzielt im Fallen das Goldene Tor.
Foto: Getty
Sinsheim –  

Gladbachs Coach Lucien Favre verschwand nach dem 0:1 bei der TSG Hoffenheim in den Katakomben der Rhein-Neckar-Arena. Seine Co-Trainer Frank Geideck und Manfred Stefes gingen auf den Platz, um die niedergeschlagenen Fohlen aufzubauen.

Dritte Auswärts-Pleite. Nur ein Punkt aus den letzten drei Partien. Der Höhenflug ist gestoppt. Die Leistungskurve zeigt nach unten. „Wir hatten Mühe im Spielaufbau und viele Ballverluste“, bemängelte Favre. „Uns haben die Läufe in die Tiefe gefehlt, um Chancen zu kreieren.“

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Dabei begann Borussia selbstbewusst. Doch Marco Reus und Juan Arango nutzten in der Anfangsphase ihre Chancen nicht. Hoffenheim brauchte eine Viertelstunde, um sich auf das neue 4-1-4-1-System einzustellen. „Diese offensive Ausrichtung war wichtig, um das Tor und den Sieg zu erzwingen“, erklärte TSG-Trainer Holger Stanislawski.

7:2-Torschüsse erarbeitete sich sein Team bis zur Pause. Gladbachs Patrick Herrmann prüfte nach dem Seitenwechsel erstmals Hoffenheims Ersatztorwart Daniel Haas, der einen ruhigen Nachmittag verlebte.

Ein Zufallstreffer entschied das Spiel. Nach Edson Braafheids Flanke rutschte Fabian Johnson über den Ball, Vedad Ibisevic staubte zum 1:0 ab und beendete nach 331 Minuten Hoffenheims Tor-Flaute.

„Ich dachte der Fabian trifft schon. Schade für ihn, gut für mich“, krönte der Stürmer nach auskuriertem Sehnenriss sein Saison-Comeback in der Startelf. „Ich wollte einfach alles geben und schauen, was dabei raus kommt. Dann auch noch das entscheidende Tor zu schießen, freut einen natürlich ganz besonders.“

Gladbach drängte zwar auf den Ausgleich, blieb im Abschluss aber harmlos. Favre: „Es war sehr schwer gegen diese aggressive und gut organisierte Mannschaft mit dem unglaublichen Offensiv-Potenzial. Aber ich bin nicht enttäuscht von unserer Leistung.“

Kollege Stanislawski ergänzte: „Beide Mannschaften sind viel gelaufen. Ich glaube fast 125 Kilometer“, sagte der Coach, der am Dienstag erneut daheim im Pokal den 1. FC Köln empfängt.

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