Als Oscar Wendt nach dem Auslaufen daheim bei seiner hübschen Freundin Sandra angekommen ist, gibt es zur Begrüßung einen dicken Schmatzer. Die liebevolle Belohnung für den eiskalten Tunnelkönig aus Schweden.
Sekunden nach seiner Einwechslung in Berlin hat er Arangos Traum-Hacken-Trick-Vorlage perfekt genutzt und Herthas Pokal-Final-Träume zerstört. Oscar schob die Kugel gekonnt durch die Beine des Hertha-Keepers Kraft. 2:0. Aus und vorbei. In der Hauptstadt kullerten die Tränen, Linksfuß Wendt freute sich über den wohl schönsten Moment bei den Fohlen seit seinem Wechsel letzten Sommer vom dänischen Top-Klub FC Kopenhagen (wurde dort Meister und Pokalsieger).
Denn bislang sitzt der 26-Jährige fast nur auf der Bank, kommt an Kapitän Filip Daems nicht vorbei. Der zeigte richtig Stil, lobte seinen Konkurrenten. Daems: „Ich freue mich sehr für Oscar, dass er reinkommt und gleich das 2:0 macht.“ Und was sagt Wendt? „Das war ein schönes Erlebnis. Noch mehr freue ich mich aber für die Mannschaft, dass wir gewonnen haben und weiter gekommen sind.“
Tunnelkönig Oscar hat den Kampf um einen Stammplatz längst nicht aufgegeben, will auch zurück in Schwedens Nationalelf: „Natürlich möchte ich gerne öfters spielen. Aber solange wir erfolgreich sind, gibt es keinen Grund etwas zu ändern. Werde ich gebraucht, bin ich zu 100 Prozent da.“
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