Er ist Borussias Lebensversicherung. Fünf Pflichtspiele, drei Tore, drei Vorlagen – in der neuen Saison macht Offensiv-Kracher Marco Reus da weiter, wo er in der letzten aufgehört hat.
In der Liga ist der 22-Jährige von den Gegenspielern kaum in den Griff zu kriegen, Bundestrainer Jogi Löw adelte ihn unlängst: „International wird es immer wichtiger, solche Spieler wie Marco zu haben, die das direkte Duell suchen. Messi ist ja auch so ein Spieler.“
Blöd nur, dass Wirbler Reus noch nicht einmal den gerechten Lohn für seine super-starken Leistungen bekommen hat: den Auftritt auf der ganz großen Bühne Nationalmannschaft. Vier Absagen bei fünf Löw-Einladungen. Der irre DFB-Fluch tut Rakete Reus richtig weh.
Diesmal stoppten ihn erneut Adduktoren-Probleme: „Ich wollte unbedingt mein Debüt feiern. Dass dann so was passiert, ist echt zum Kotzen. Ich muss diese Sache jetzt mal in den Griff bekommen. Bringt ja nichts, wenn ich die ganze Zeit weiterspiele.“
Damit Marco endlich auch bei Jogi nach den Sternen greifen kann, kümmert sich nun Nationalmannschaftsarzt Müller-Wohlfahrt intensiv um ihn. Der Profi-Doc macht die Borussen-Rakete wieder flott.
Reus: „Ich habe mir bei ihm eine Spritze geben lassen. Er glaubt, dass ein Nerv für die ganzen Probleme in der Leiste, am Schambein und im Rücken verantwortlich ist.“ Montag fliegt Reus nach München zu Müller-Wohlfahrt, lässt sich dort weiter behandeln.
Und will erst wieder spielen, wenn er keine Schmerzen mehr hat: „Ich kann nur helfen, wenn ich richtig fit bin.“ Läuft alles optimal, will Reus nächste Woche wieder einsteigen und im Heimspiel gegen die Roten Teufel aus Lautern wirbeln. Und dann mit Hilfe des Nationalelf-Docs auch endlich bei Jogi Löw durchstarten.
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