Empfehlen | Drucken | Kontakt12.01.2012 - 14:40 Uhr

Nachfolger für Rakete Reus: Bonhof spioniert die Super-Bubis aus

Einer der begehrten Super-Bubis: Granit Xhaka
Einer der begehrten Super-Bubis: Granit Xhaka
Foto: dpa
Belek/Marbella –  

Gladbach sucht den neuen Super-Star – deshalb hat auch Vize-Präsident Rainer Bonhof (59) das Trainingslager in Belek vorzeitig verlassen.

Offiziell flog der Welt- und Europameister von der Türkei nach Spanien an die Costa del Sol, um beim Promi-Golfen mit Stars und Sternchen wie TV-Moderator Jörg Wontorra (63) oder Fallrückzieher-König Klaus Fischer (61) die „Uwe-Seeler-Trophy“ auszuspielen.

Tatsächlich macht Bonhof aber auch Abstecher ins „Marbella Football Center.“ Scoutet Basels Super-Bubis Granit Xhaka (19) und Xherdan Shaqiri (20) sowie den am Saisonende ablösefreien HSV-Torjäger Mladen Petric (31), die sich dort Platz an Platz auf die Rückrunde vorbereiten.

Alle drei hat Borussia im Visier - als Nachfolger für Rakete Marco Reus. „Ich habe lediglich Hamburgs Sportchef Frank Arnesen begrüßt, den ich aus Valencia und vom FC Chelsea her kenne. Vom Training habe ich gar nicht so viel gesehen“, mauert Bonhof.

Bevor der Welt- und Europameister im Februar 2009 von Borussen-Boss Rolf Königs zum Chef des „Kompetenzteams Sport“ ernannt wurde, stand er beim englischen Vorzeige-Klub Chelsea London auf dem Gehaltszettel.

Mehr als zwei Jahre war er für die Engländer als Talentspäher in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs. Bonhof kennt den Fußball hinter den Alpen also aus dem Effeff - und natürlich auch die Super-Bubis Shaqiri und Xhaka.

An dem baggert nicht nur der finanziell klamme HSV seit Wochen kräftig, wie Basels sportlicher Koordinator Georg Heitz (42) bestätigt: „Es soll keine Preistreiberei sein – aber es gibt auch noch andere Klubs, die Interesse haben. Es gibt konkrete Angebote.“

Von Manchester United und für den Sommer auch von Borussia, die am 1. Juli die 17,5 Millionen vom BVB auf dem Konto haben?

Gut für Gladbach: Basel lässt seine Super-Bubis Shaqiri und Xhaka nicht im Winter, sondern erst nach dieser Saison ziehen. Heitz: „Bei jedem Spieler gibt es eine finanzielle Schmerzgrenze.“ Die testet gerade die neureiche Borussia mit den Reus-Millionen im Rücken schon mal aus. Und so schlecht stehen die Karten gar nicht.

Xhaka ist richtig heiß auf die Bundesliga: „Das ist ein Traum. England, denke ich, das wäre erst mit 23 oder 24 Jahren etwas für mich.“ An Shaqiri ist auch der FC Bayern interessiert.

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