Dieser Einzug ins Pokal-Achtelfinale hat weh getan: Marco Reus wollte nach der bösen Tret-Orgie gegen ihn einfach nur weg aus Heidenheim.
Der Nationalspieler humpelte zum Borussia-Bus - das Gesicht unter einer Kapuze verborgen. „Er grätscht mich von hinten um und kriegt dafür nicht mal Gelb. Fouls gehören dazu, aber wenn es auf die Achillessehne geht, hört es auf. Die Schwellung ist heftig“, klagt Reus Heidenheims Brutalo-Treter David Schittenhelm an.
Dessen üble Attacken hatte Schiri Markus Wingenbach viel zu spät bestraft. Da war Freiwild Marco schon schwer angeschlagen, konnte nur mit Schmerzen weiterspielen. Vereinsarzt Dr. Stefan Porten: „Er hat schön was auf die Socken bekommen, ist von Stollen erwischt worden. Der Bluterguss drückt auf die Achillessehne.“
Reus: „Dass es hart zur Sache geht, ist kein Problem. Wenn man aber von der ersten Minute an nur umgetreten wird und es dafür keine gelbe Karte gibt, habe ich kein Verständnis dafür. Das war ein Drecksspiel.“
Außerdem ging in Heidenheim das Thema „Reus und die verdaddelten Großchancen“ in die nächste Runde. Marco: „Wir hätten es schon vor dem Elfmeterschießen klar machen müssen, haben wieder zahlreiche Torchancen liegen lassen. Natürlich hätte ich auch mein Tor machen können.“
Und weiter: „Im Pokal zählt aber nur das Weiterkommen. Ich bin froh, dass wir das geschafft haben. Dafür haben wir den Marc gebraucht. Danke Marc!“
Borussia bangt dagegen um Rakete Reus, der kühlende Medikamente erhält und zwei Tage mit dem Training aussetzen muss. Einsatz Samstag gegen Hannover stark gefährdet.
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