Empfehlen | Drucken | Kontakt29.06.2011 - 09:14 Uhr

Interview: Marco Reus: „Ich bin kein Typ, der abhebt“

Von ACHIM MÜLLER
Marco Reus will sieht für sich und seine Borussia positiv in die Zukunft.
Marco Reus will sieht für sich und seine Borussia positiv in die Zukunft.
Foto: wiechmann
Bad Wörishofen –  

Er lacht, wirkt ganz locker – Marco Reus hat richtig Bock auf Fußball. In der letzten Saison war der Super-Wirbler Borussias gefährlichste Waffe, hielt die Fohlen mit elf Toren und neun Vorlagen in der Liga.

Sein Marktwert liegt im zweistelligen Millionen-Bereich, selbst beim neuen Playstation-Spiel FIFA 2012 soll Reus in die Kategorie der Star-Spieler aufsteigen.

Das Raketen-Interview:

Marco Reus im Interview

Trainer Markus Babbel hat sich nach dem Aufstieg das Hertha-Logo auf den Arm tätowieren lassen. Was muss passieren, damit Sie sich die Raute stechen lassen?

Er hat es wohl versprochen - aber so etwas kommt für mich nicht in Frage.

Was bedeutet ihr Tattoo?

Das sind die vier Elemente, die man braucht im Leben. Die begleiten mich jeden Tag, jede Sekunde.

Haben Sie den Abstiegskampf verdaut?

Das hat nach der Relegation schon noch eine Woche gedauert. Wir wollen nicht noch mal so eine Saison erleben wie letztes Jahr.

Sind Sie mit ihren 22 Jahren schon ein Star?

Um Gottes Willen. Nicht der einzelne ist wichtig sondern das Team. Aber es ist Wahnsinn, wie rasend schnell bergauf es im Fußball gehen kann. Ich muss höllisch aufpassen, dass ich nicht den Faden verliere.

Wie kommen Sie mit dem Erfolg klar?

Ich habe zum Glück ein super Umfeld um mich herum. Ich bin kein Typ, der abhebt. Ich weiß, wo ich herkomme.

Sie sagen oft, dass sie noch besser werden wollen?

Ja! Schnelligkeit, Technik. Die Bundesliga wird immer enger. Da entscheiden Kleinigkeiten.

Ihre Stärken haben sich rumgesprochen…

Wenn man Qualität hat, wird es für jeden Gegner schwer, einen zu stoppen. Ich wüsste nicht, warum das nicht so weitergehen sollte.

Sie fühlen sich super-wohl bei Borussia?

Ja, völlig. Ich brauche das Vertrauen, das steht für mich mit an erster Stelle. Dann kann ich meine Leistung zu 100 Prozent bringen.

Wovon träumen Sie?

Natürlich will man seinen Kindern später mal erzählen, dass man Titel gewonnen hat.

Ist die Euro 2012 ein Ziel?

Mal schauen, wie weit es reicht. Der Bundestrainer hat gesagt, ich soll so weiterspielen, dann werde ich meine Chance bekommen.

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